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Gefahren beim Sporttauchen? - Das sind sie

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Wie die meisten Sportarten, birgt auch das Tauchen gewisse Gefahren. Welche Gefahren gibt es nun für

Wie die meisten Sportarten, birgt auch das Tauchen gewisse Gefahren. Welche Gefahren gibt es nun für den Sporttaucher und wie kann man sie vermeiden?

Wichtige Hinweise

Die Gefahren beim Auftauchen

  • Der Wasserdruck nimmt zu, je tiefer man abtaucht. Dies sind 1 bar alle 10 m. Hoher Druck führt dazu, das das Volumen der Luft abnimmt. Lässt der Druck hingegen nach, nimmt das Volumen der Luft wiederum zu.
  • Die Lunge des Tauchers wird beim Abtauchen ohne Atemgerät zusammengepresst.
  • Taucht der Taucher nun wieder auf, dehnt sich die Lunge auf ihre ursprüngliche Größe aus.
  • Taucht der Sporttaucher dagegen mit einem Atemgerät, wird das Lungenvolumen aufrechterhalten, wobei sich das Luftvolumen trotzdem ändert.
  • Die Gefahren beim Sporttauchen liegen nun darin, dass Taucher in Panik beim plötzlichen Auftauchen aus zum Beispiel 20 m Tiefe schlichtweg vergessen, regelmäßig auszuatmen, und dadurch die Lunge überdehnt wird.
  • Deshalb sollte der Gerätetaucher regelmäßig ein- und ausatmen. Wird nun vergessen regelmäßig zu atmen, kann dies zu einer Lungenüberdehnung führen.
  • Dabei wird Luft in den Blutkreislauf gepresst und es treten Lähmungen auf, die sogar zum Tode führen können.
  • Durch Schmerzen machen sich diese Überdehnungen der Lunge gleich nach dem Auftauchen bemerkbar und der Taucher sollte unverzüglich einen Arzt aufsuchen.
  • Ebenso kann ein zu schnelles Auftauchen zur Caisson Krankheit führen.
  • Die beim zu schnellen Auftauchen entstehenden Gasblasen aus gelöstem Stickstoff können zu Mangeldurchblutung und Gasembolien führen.
  • Auch hierbei muss der Taucher unverzüglich ärztlich behandelt werden. Oftmals erfolgt dies durch eine Dekompressionskammer.

Die Gefahren beim Sporttauchen in der Tiefe

  • Ab einer Tiefe von ca. 40 m kann es beim Tauchen mit Pressluft zum Tiefenrausch kommen.
  • Diese Erkrankung wird durch eine Aufnahme von zu viel Stickstoff verursacht.
  • Die Symptome bei einem Tiefenrausch sind gestörtes Urteilsvermögen, Euphorie, Angst und Unwohlsein oder eine eingeschränkte Koordinationsfähigkeit, also vergleichbar mit einem Alkoholrausch.
  • Da der Wasserdruck auf das Trommelfell drückt, wird das Trommelfell beim Abtauchen nach innen gebogen.
  • Normalerweise werden der Innenohrdruck und der Außen Druck automatisch ausgeglichen.
  • Erfolgt dieser Druckausgleich nicht, empfindet der Taucher schmerzhaftes Stechen oder Pfeifen im Ohr, was sich bis zur Orientierungslosigkeit steigern kann bis hin zum Reißen des Trommelfells.
  • Aus diesem Grund sollten Taucher mit Erkältung diese Gefahren beim Sporttauchen nicht unterschätzen und in dieser Zeit mit dem Tauchen pausieren.

Die Tauchtauglichkeit überprüfen

  • Wegen der vielseitigen Gefahren beim Sporttauchen sollten sich alle Sporttaucher regelmäßig ärztlich untersuchen lassen.
  • Bei der sogenannten Tauchtauglichkeits Bescheinigung werden u. a. das Lungenvolumen gemessen und der Kreislauf getestet.

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