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Gesellschaftlicher Mehrwert von Paralympics? - Das bewirken die Spiele

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Die seit 1960 stattfinden Paralympics werden immer 10 Tage nach den Olympischen Spielen...

Die seit 1960 stattfinden Paralympics werden immer 10 Tage nach den Olympischen Spielen im gleichen Austragungsland veranstaltet. Bei den Paralympics treten körperlich, geistig wie sehbehinderte Menschen an, um tatsächlich den Geist "Dabei sein ist alles" zu verwirklichen.

  1. Vor allem dienen die Paralympics für das Selbstbewusstsein behinderter Menschen. Der Spruch "ich bin nicht behindert, ich werde behindert" gilt leider oftmals im normalen Leben, wo schon einige Stufen vor einen Rollstuhlfahrer das Aus vom normalen Leben bedeuten.
  2. Auch sehbehinderte Menschen, welche automatisch als "Blinde" bezeichnet werden, obwohl 90% nicht blind sind, werden immer wieder durch fehlende Leitsysteme am Boden behindert.
  3. Bei den Paralympics sieht die Sache anders aus. Dort wird das Handicap, welches die Teilnehmer zu meistern haben, in Wettkämpfe verpackt um der Außenwelt zu zeigen - auch wenn ich im Rollstuhl sitze, bin ich trotzdem topfit und kann auch Gold für mein Land holen.
  4. Das Klischee, dass "Behinderte die Armen" sind, gilt schon lange nicht mehr.
  5. Die Paralympics zeigen eindrucksvoll, dass vor allem Menschen mit Behinderung zu enormen Leistungen vorhanden sind und stellen jährlich Weltrekorde in den außergewöhnlichsten Sportarten auf.
  6. So ist ein 100 Meter Rennen im Rollstuhl keine Seltenheit sondern ein normaler Bewerb.
  7. Die Paralympics sollen auch zeigen, dass Leistung belohnt wird. Wer auf Grund eines Unfalls oder seit Geburt an eine Behinderung hat, der ist nicht automatisch "komisch".
  8. Er ist anders und diese Möglichkeit kann er bei den Paralympics umsetzen. Ein Zeichen, dass "behindert sein" nicht automatisch zu einem nicht selbständigen Leben führt.
  9. Zudem verbindet die gemeinsame sportliche Aktivität und man lernt Leute kennen, welche oftmals dasselbe Schicksal erleiden mussten.
  10. Das gleiche Handicap vereint - wie auch dasselbe Ziel - nämlich nach dem Bewerb der Erste zu sein.
  11. Vor allem wird aber nicht behinderten Menschen gezeigt, dass behinderte Menschen nicht anders sind.
  12. Nur weil jemand im Rollstuhl sitzt oder eventuell keine Sehkraft hat, bedeutet dies nicht, dass er weniger Rechte hat sondern Rechte benötigt, um in einer barrierefreien Welt leben zu können.
  13. "Dabei sein ist alles" - für Menschen mit Behinderung noch mehr als für die "normalen" Athleten.

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