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Letztes Update am 04.11.2014, 12:04
Zur kalten Jahreszeit locken süße Heißgetränke und erhöhen unseren Zuckerkonsum enorm.

Der herrlich verführerische Duft von Bratäpfeln, Kartoffelpuffern und Maroni, das Geklirre von vollen Punschtassen, die darauf warten, geleert zu werden und die altbekannten Klänge von Whams „Last Christmas“ leise im Hintergrund. Die kalte Jahreszeit bietet unzählige kulinarische Verlockungen – spätestens wenn das geplante Weihnachtsoutfit dann aber so ganz und gar nicht passen will, wird meistens deutlich, dass Punsch und Glühwein mindestens genauso viel Zucker wie Weihnachtsvorfreude enthalten.

Besinnliches Kaloriensparen

Mit jedem Weihnachtsfest wird scheinbar auch die Getränkeauswahl auf den Christkindlmärkten ausgefallener und breiter. Angefangen von Amaretto-Punsch, über heiße Hugos, bis hin zu Caipirinha-Punsch - da soll man mit zunehmender Häferlanzahl noch den kalorienmäßigen Überblick behalten! Wie eine Studie des Institutes meinungsraum.at zeigt, scheuen sich die Österreicher aber nicht davor, die Punschpalette durchzukosten: Rund 400 Millionen Euro lassen sie jährlich auf den besinnlichen Märkten, für neun von zehn Besuchern ist ein weihnachtliches Heißgetränk ein Muss. Der figurbewusste Weihnachtsmarktbesucher sollte aber auf jeden Fall die Finger von der Schokobombe Lumumba lassen - mit viel Alkohol und Schlagobers verwandelt sich die heiße Schokolade zu einer Investition von immerhin 225 Kalorien pro Glas. Dieselben Probleme beschert uns der leckere Wikinger-Trunk Glögg, der aus Rotwein, klarem Schnaps und Gewürzen gebraut und mit Rosinen und Mandeln verfeinert wird. Wer sich als Fan der Feuerzangenbowle bezeichnen kann, der kann sich aber leicht helfen: Wird die wärmende Mischung nämlich flambiert, verfliegt der Alkohol und damit auch ein großer Teil der Kalorien. Weniger schlechtes Gewissen müssen uns Glühwein, gewöhnlicher Früchtepunsch und der Grog bereiten. Auch der Jagertee mit Rum wird mit gerade einmal 104 Kalorien zum „Vorzeigegetränk“ in Sachen Fitness. Wer sich gerne länger in der besinnlichen Atmosphäre der Weihnachtsmärkte aufhält und somit auch das eine oder andere Häferl mehr zu sich nimmt, sollte es mit dem Glühmost versuchen: Mit gerade einmal 90 Kalorien pro Glas kann man sich hiervon bedenkenlos eine zusätzliche Portion gönnen.

Selbst gemacht ist gesünder

"Zwei Punsche entsprechen ungefähr einem Schweinsbraten mit Kraut und Knödel", weiß Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin vom Verein Forum Ernährung Heute. Besser ist es daher, seinen Punsch selbst zuzubereiten – so hat man einen besseren Überblick über den enthaltenen Nährwert im Getränk. Neben dem Alkohol ist es vor allem der Zucker, der die weihnachtlichen Heißgetränke zum Schreck jeder hart antrainierten Sommerfigur macht. Indem man für den fruchtigen Geschmack zu naturtrüben Säften greift, spart man gleichzeitig an Süßmitteln und sagt schädlichen Zellen mit hochwertigem naturtrübem Nektar – beispielsweise von Trauben oder Äpfeln - den Kampf an. Zum Süßen der Adventgetränke bietet sich auch Stevia-Candisin an – es ist 300-mal so süß wie Zucker und enthält absolut keine Kalorien. Gerne darf auch Süßholz geraspelt werden: Eine Stange des absolut natürlichen Stoffes rundet jedes Heißgetränk wunderbar und kalorienarm ab. Eine weitere Alternative ist der Honig – er besteht zwar ebenfalls zu einem Großteil aus Zucker, durch seine geschmackliche Intensität wird er aber in kleineren Mengen verwendet und ölt gleichzeitig vom „So-This-Is Christmas“-Schmettern heisere Kehlen.

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