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Muskelkater: Entstehung, Positives und Negatives

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Es kennt vermutlich jeder Mensch: Muskelschmerzen am Tag nach intensivem Sport.

Es kennt vermutlich jeder Mensch, wenn man an einem Tag besonders viel Sport gemacht, dann merkt man es am nächsten Tag normalerweise auch, denn man hat bei Bewegungen oftmals starke Schmerzen - den sogenannten Muskelkater. 

Factbox zum Muskelkater

  • kleine Risse in den Muskelfasern sind die Ursache
  • Kein Zusammenhang mit der Milchsäure
  • Tritt bei untrainierten Stellen der Muskulatur auf
  • Kann im Fitness-Bereich als positives Zeichen gesehen werden. Der Muskelkater zeigt, dass zu wenig trainierte Stellen beansprucht wurden.
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    Irrtümer über die Entstehung

    Bei einer starken Belastung reicht die normale Energie - die durch den aeroben Stoffwechsel kreiert wird - dem Körper nicht mehr aus und er benötigt zusätzliche Energie, die durch den anaeroben Stoffwechsel geschaffen wird. Dieser findet ohne Sauerstoff statt und produziert ein Laktat, welches das Salz der Milchsäure ist. Der Abbau dieses Laktat bereitet dem Körper schließlich Probleme, denn die Bildung des neuen Laktats dauert zu lange und die Muskeln beginnen zu übersäuern. Doch dies ruft noch keinen Muskelkater hervor, denn dieser tritt erst zu einem Zeitpunkt auf, zu dem das gesamte Laktat schon abgebaut ist. Weiterhin ist es für einen Muskelkater üblich, dass er bei trainierten Sportlern nicht mehr auftritt, doch das Laktat wird auch bei absoluten Profis noch gebildet. 

    Die Entstehung des Muskelkaters

    Der Muskelkater wird also vor allem dann auftreten, wenn man eine bestimmte Körperregion übermäßig stark beansprucht und diese dies nicht gewohnt ist. Aus Sicht der heutigen Sportmedizin handelt es sich um eine Mikrotraumatisierung der Muskelzellen, was so viel bedeutet wie, dass sich kleine Risse in den Muskelfasern bilden. Diese so entstehenden Entzündungen führen schließlich zu den Schmerzen, die einen bei der Bewegung hemmen. 

    Was bedeutet der Schmerz also?

    Muskelkater ist also prinzipiell ein gutes Zeichen, da man so merkt, dass man Muskelregionen beansprucht, die bisher nicht genügend trainiert worden. Wer also seine Muskeln aufbauen möchte, der wird feststellen, dass der Schmerz fast nicht zu vermeiden ist. Man sollte es jedoch niemals übertreiben und trotz der Schmerzen nicht weiter intensiv Sport machen, da dies zu Verletzungen führen könnte. Lockere Einheiten sollten jetzt am Programm stehen - diese sind sogar förderlich gegen die Beschwerden.

     

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