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Olympia Skispringen in Sotschi: Die Dimensionen der Normalschanze

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Sowohl Groß- wie auch Normalschanze sind eigens für die Spiele erbaut worden.

Bald ist es wieder so weit, die Olympischen Winterspiele 2014, in Sotschi, stehen kurz bevor. Ein besonderes Highlight soll das Olympia Skispringen in Sotschi werden. Die Skisprunganlagen befinden sich jedoch nicht in unmittelbarer Nähe der, am Schwarzen Meer gelegenen, 340.000 Einwohner Stadt, sondern sind im ca. 60 km entfernten Esto-Sadok errichtet worden. Sowohl Groß- wie auch Normalschanze sind eigens für die Spiele erbaut worden.

Technische Daten— der Normalschanze— für das Olympia Skispringen in Sotschi:

  • Name: RusSki Gorki Jumping Center (Olympic Hills)
  • Standort: Esto Sadok (ca. 60 Kilometer von Sotschi entfernt)
  • Hill-Size: 106 Meter
  • K-Punkt: 95 Meter;
  • Schanzenrekord: 108 Meter (aufgestellt von Lukas Hlava am 07.12.2012
  • Anlauflänge: 87,96 Meter
  • Schanzentischneigung: 11°
  • Schanzentischhöhe: 2,38 Meter
  • Zuschauerkapazität: 7.500
  • Baujahr: 2012

 

Skispringen bei den Olympischen Spielen 2014

Insgesamt wird es, während des Olympia Skispringen in Sotschi, 4 Entscheidungen geben. Dabei gehen die Männer in 3 Wettbewerben auf Medaillenjagd. Neben den Einzelspringen von Groß- und Normalschanze, wird auch im Teamspringen ein neuer Olympiasieger gesucht. Erstmals werden aber auch die Frauen um olympisches Edelmetall kämpfen. Auch die Damen werden somit einen Olympiasieger, im Einzelspringen, von der Normalschanze finden. Diese bietet jedoch einige Besonderheiten, wie Du vielleicht schon den technischen Angaben entnehmen konntest.

Besonderheiten der Schanze

Die Normalschanze dieser olympischen Winterspiele hat ihren K-Punkt bei 95 m. Ihr Anlauf ist mit 87,96 m durchaus im Normalbereich. Der Schanzentisch ist 2,38 m hoch und bietet mit seinen 11° Neigung optimale Bedingungen für einen kontrollierten Sprung. Der im Jahr 2012 aufgestellte Schanzenrekord, von Lukas Hlava, könnte während des Olympia Skispringen in Sotschi— vorausgesetzt die äußeren Bedingungen lassen es zu— durchaus überboten werden. Neben der Aussicht auf olympische Medaillen werden die Springer von mehr als 7.500 Zuschauern zusätzlich beflügelt, wenn sie sich, orientiert an der 106 m langen Hill-Size, auf die Suche nach dem Besten begeben.

Die zweite Seite der Medaille

Trotz dieser beeindruckenden Fakten, sorgte die enorme Kostenexplosion, des "Russki Gorki Skisprung-Zentrum" in der Bergregion von Krasnaja Poljana, für die wohl aufsehenerregendsten Zahlen. Die Anlage die, nach dem Olympia Skispringen in Sotschi, das nationale Trainingszentrum der russischen Springer werden soll, kostete statt den kalkulierten 30 Millionen Euro gleich mehr als das sechsfache. So wuchsen die kosten auf fast 200 Millionen Euro an. Dies ist allerdings ein politisches Problem und soll hier nicht weiter erläutert werden.

Abschließend kann ich Euch nur empfehlen lasst euch dieses Sportevent der Extraklasse nicht entgehen. Möge, auf dieser einzigartigen Schanze, der beste Sportler gewinnen.

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