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Schmerzen in den Adduktoren: Eine Zerrung oder doch mehr?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Viele Sportler ziehen sich im Verlauf einer Saison eine schmerzhafte Zerrung im Adduktorenbereich zu.

Viele Sportler ziehen sich im Verlauf einer Saison eine Zerrung im Adduktorenbereich bzw. eine Leistenzerrung zu. Auch Kraftsportlern kann das bei zu großer Belastung passieren. Bei den Adduktoren handelt es sich um eine Muskelgruppe auf der Innenseite der Oberschenkel. Eine Verletzung in diesem Bereich kann sehr schmerzhaft und lästig sein, da die Adduktoren für das Heranziehen des Beines an den Körper verantwortlich sind.

Wie zieht man sich eine Verletzung an den Adduktoren zu?

Besonders oft treten diese Verletzungen beim Fußball auf. Denn hier kommt es bekanntlich oft zu Grätschen. Hierbei wird das "Wegführen" des Beins, also die Abduktion, relativ heftig durchgeführt, und da Adduktoren-Verletzungen oft durch ruckartige Bewegungen in die Gegenrichtung der Muskeln auftreten, ist die Verletzungsgefahr entsprechend hoch.

Wie äußert sich eine Verletzung im Adduktoren-Bereich

Fakt ist, dass eine Verletzung an den Adduktoren immer mit Schmerzen verbunden sein kann. Vor allem treten diese dann im Bereich der Muskeln, des Sehnenansatzes und in der Region des Schambeins auf. Gerade bei der Adduktion, also wenn das Bein an den Körper herangezogen wird, kommt es zu schmerzhaften Empfindungen.
Des Weiteren können Blutergüsse und Schwellungen an den schmerzhaften Stellen genauso ein Indikator für eine Zerrung oder auch einen Muskelfaserriss an den Adduktoren sein.

Woher weiß man, ob es sich um eine Zerrung oder vielleicht doch um einen Muskelfaserriss handelt?

Es kommt natürlich auch auf die Schmerzen an, wenn herausgefunden werden soll, um was für eine Verletzung es sich handelt. Bei einer leichten Zerrung, werden die Schmerzen nur dann auftreten, wenn die betroffene Muskelgruppe belastet wird. 
Allerdings, wenn wirklich herausgefunden werden soll, worum es sich bei dieser Verletzung genau handelt, dann muss ein Arzt bzw. Physiotherapeut aufgesucht werden. Es folgen eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung. 

Der schmerzende Bereich wird auf Schwellungen, Blutergüsse und auf Druckschmerzhaftigkeit untersucht. 
Auch durchgeführte Adduktionen und Abduktionen können einen Hinweis auf die Schwere der Verletzung geben. 
Wenn aber, eine völlig sichere Diagnose gestellt werden soll, dann muss eine Ultralschall-Untersuchung, eine sogenannte Sonografie, durchgeführt werden. Nur auf diese Weise kann eine Zerrung, absolut sicher, von einem Muskelfaserriss unterschieden werden.
Falls dann zusätzlich noch, Einblutungen in den betroffenen Muskelgruppen gefunden werden, dann ist das ein weiterer Hinweis auf eine Verletzung.

Ob es sich letztendlich um einen Muskelfaserriss handelt, also eine Unterbrechung der Muskelstruktur, ist spätestens bei einer Ultraschall-Untersuchung sichtbar, aber zumeist können diese Verletzungen auch mit bloßem Auge erkannt werden, da an der entsprechenden Stelle gewisse "Dellen" zu erkennen sind.
Besonders, wenn der Muskel nicht ausreichend gedehnt, aber einer hohen Belastung ausgesetzt wurde, kann ein Muskelfaserriss auftreten.
Hierbei werden die Fasern des betroffenen Muskels durchtrennt.

Die gesteigerte Form dieser Verletzung, ist der Muskelriss. Hier wurde der Muskel komplett durchtrennt. Das ist natürlich sehr schmerzhaft und bedarf einer ordentlichen und guten Behandlung.

 

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