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Sicherheitsausrüstung abseits der Piste? - Das darf nicht fehlen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:11
Die Ruhe abseits der Piste kann über eventuelle Gefahren hinwegtäuschen.

Nach frischem Schneefall zieht es viele Wintersportler in den Pulverschnee. Freeride bezeichnet die Tiefschneevariation von Skifahren und Snowboarden gleichermaßen. Doch die Ruhe abseits der Piste kann über eventuelle Gefahren hinwegtäuschen. Damit Wintersportler auch mit extremen Situationen umgehen können, darf die entsprechende Sicherheitsausrüstung abseits der Piste nicht fehlen.

Sicherheit abseits der Piste

Protektoren schützen vor lebensgefährlichen Verletzungen

  • Natürlich gehören auch Protektoren zur Sicherheitsausrüstung abseits der Piste. Zwar sind Helme auch beim Fahren auf der Piste empfehlenswert, doch insbesondere im Tiefschnee sind Gefahren auf den ersten Blick selten zu erkennen. 
  • Deshalb sollten zumindest lebenswichtige Organe und Körperpartien geschützt werden. Helme und Rückenprotektoren sorgen dafür, dass unter dem Schnee befindliche Felsen oder Baumstämme dem Kopf und der Wirbelsäule nichts anhaben können.


Lawinenausrüstung für Handlungsschnelligkeit

  • Vor dem Verlassen der freigegebenen Bereiche eines Skigebiets sollte in jedem Fall die Lawinenwarnstufe beachtet werden. 
  • Insbesondere Neuschnee ermöglicht den Abgang von Lawinen und selbst Schneebretter kleinen Ausmaßes können Snowboarder und Skifahrer mit sich reißen und lebensgefährliche Verletzungen verursachen. 
  • Für die Suche nach Verschütteten sind eine Lawinensonde und eine Schneeschaufel unabdingbar. Die Sonden bestehen meist aus mehreren Teilstücken, welche zusammengesteckt werden können und somit je nach Bedarf in ihrer Länge einstellbar sind. Damit können auch tief im Schnee begrabene Personen lokalisiert werden. 
  • Nach der Ortung helfen Schneeschaufeln dabei, die Verschütteten schnellstmöglich aus dem Schnee zu befreien. Der Vorteil der Schaufeln liegt in ihrer Kompaktheit. Nahezu alle Modelle bestehen aus einem Teleskopgriff und einer klappbaren Schaufel. Somit lassen sich sowohl Sonde als auch Schaufel, als wichtiger Bestandteil der Sicherheitsausrüstung abseits der Piste, einfach in einem Rucksack verstauen. 
  • Insbesondere große Lawinen können die Suchenden jedoch vor Schwierigkeiten stellen, da Gebiete großflächig abgesucht werden müssen. 
  • Lawinensuchgeräte, auch als LVS-Geräte bekannt, ermöglichen in solchen Fällen eine schnelle Bergung. Sie funktionieren als Sender und Empfänger von Signalen und helfen somit bei der Suche nach Verschütteten und ebenfalls dabei, selbst schneller gefunden zu werden. 
  • In den meisten Skigebieten verfügen auch die Pistenwacht und Helikopter zur Bergrettung über LVS-Geräte. 


Fazit

  • Mit der richtigen Ausrüstung steht dem Freeride-Spaß nichts mehr im Weg. 
  • Trotzdem sollte stets bedacht werden, dass Gletscherspalten, Lawinen und Felsen unter dem Schnee jährlich viele Unglücke verursachen und eine Sicherheitsausrüstung abseits der Piste selbstverständlich ist.

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