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Slacklining - Wie man den Balanceakt meistert?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Slacklining ist eine der moderneren Sportarten, die erst in den letzten Jahren "erfunden" wurden.
Angelehnt an den Balance-Akt von Seiltänzern, braucht man für diese Sportart viel Geduld und eine passende Ausrüstung.

  • Man benötigt im Grunde nur Slackline-Gurte mit Schnellspannern und eine Gummimatte, die zur Schonung der Bäume unter die Schlingen gelegt wird.
  • Ebenfalls sind Sportschuhe mit rutschfesten Sohlen und für Anfänger Protektoren und Schutzhelm empfehlenswert.

  1. Zuerst suchst Du Dir zwei Bäume, deren Stämme in einem Abstand von circa fünf Metern voneinander entfernt stehen. Achte dabei darauf, dass die Baumstämme ausreichend dick sind. Ideal ist ein Durchmesser ab 15 cm. Dann ist gefahrloses Slacklining möglich. Beachte auch den Untergrund zwischen den Bäumen. Sand oder auch Wiese eignen sich besser als steiniger Untergrund (Schotter, Kies). 
  2. Dann bringst Du an einem Baum die erste Schlinge des Slackline-Gurtes an. Bedenke bitte, dass die Rinde der Bäume durch das Gewicht auf dem Gurt und die daraus resultierende starke Reibung beschädigt werden kann. Demzufolge legst Du besser eine Gummimatte von etwa 5 - 10 mm Stärke unter die Schlinge, um den Baum zu schützen. Ebenso wird mit der zweiten Schlinge verfahren. 
  3. Anschließend fügst Du das freiliegende Ende in den Schnellspanner ein. Nun spannst Du die Gurte so fest, dass sie Dein Gewicht tragen können. Als Faustregel gilt: Der Gurt muss ganz leicht durchhängen. Im Zweifelsfall kannst Du zwischendurch die Spannung austesten, bis Du Dein richtiges Maß gefunden hast. 
  4. Hast Du den Gurt gesichert, kannst Du die ersten Versuche unternehmen. Es ist angeraten, seitlich auf den Gurt zu steigen. Nimm Dir zu Beginn einen Freund mit, der Dir Hilfestellung gibt. Geübte Slackliner springen auf den Gurt. Anfänger sollten sich nicht gleich an Kunststücken versuchen, sondern vorerst das Stehen und Gehen auf der Mitte des Gurtes üben. Dabei musst Du in erster Linie auf die Armhaltung achten, denn mit den Armen wird das Gewicht ausbalanciert. Stell Dir den Gurt wie einen beweglichen Schwebebalken vor. Sicheren Stand bekommst Du, indem Du die Füße leicht schräg auf den Gurt setzt. 
  5. Sobald Du die Balance hast, orientiere Dich an einem festen Punkt (Baumstamm) und nicht am Gurt. Dann kannst Du die ersten Schritte wagen. Es ist nicht schlimm, wenn Du zu Anfang öfter absteigen musst. Mit etwas Geduld und Übung wirst Du bald Sprünge auf dem Gurt schaffen. Hast Du mehrere Bäume zur Auswahl, so kannst Du Dir einen kleinen Parcours aufbauen.

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