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Sprint vs. Ausdauerlauf - Wo liegen die technischen Unterschiede?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Sprint vs. Langestreckenlauf - Zwei völlig verschiedene Laufstile.

"Sprint" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Spurt" und "Kurzstreckenlauf" oder als Verb "rennen". So ist ein Sprint also immer eine blitzschnelle Abfolge von Laufbewegungen auf einer kurzen Strecke, die man möglichst schnell zurücklegen muss.

Der Ausdauerlauf ist ein Langstreckenlauf. Der Ausdauerlauf dient der Verbesserung der Kondition, der Ausdauer. Deshalb gehört er für fast alle Sportler mit ins Trainingsprogramm.

Der Sprint

  1. Um dieses hohe Leistungsziel zu erreichen, muss der Körper so trainiert sein, dass besonders die Beinmuskeln schnellstmöglich ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen können. 
  2. Und das im Zusammenspiel mit dem Oberkörper, dessen Bewegungen den Körper effektiv in eine Laufposition bringen sollten, die zusätzliche Anstrengungen (z.B. durch zu viel Gegenwind) auf ein Minimum reduziert. 
  3. D.h. beim Start, der aus der Hocke im Startblock erfolgt, bewegt sich der Oberkörper erst nur vorwärts, richtet sich dann langsam auf und ist selbst mitten im Rennen möglichst nie ganz senkrecht. 
  4. Das Körpergewicht ist schon beim Start auf den vorderen Fußballen. 
  5. Gute Sprinterschuhe haben deshalb nur vorn Spikes unter der Sohle. 
  6. Aus dieser Position können die Beine in kürzester Zeit volle Geschwindigkeit aufnehmen, die sie bis kurz hinter der Ziellinie durchhalten müssen. 
  7. Der Oberkörper wird kurz vor der Ziellinie noch einmal nach unten gebracht, um den Kopf vorn zu haben, denn der Körperteil, der zuerst die Linie überquert, zählt auf dem Zielfoto. Und das schafft der Kopf locker vor den Füßen.

 

Der Langstreckenlauf

  1. Bei Langstreckenrennen ist das Ziel natürlich auch, als schnellster Läufer anzukommen, doch die Technik, die der Körper für das Zusammenspiel seiner Muskeln benötigt, ist eine ganz andere. 
  2. Die Energie muss optimal eingeteilt werden, so dass am Ende ein schnellerer Spurt möglich ist. 
  3. Und da diese Einteilung für jeden Körper individuell anders abläuft, muss man auch das erst lernen und sich antrainieren. Zunächst muss Geschwindigkeit aufgenommen und diese dann gedrosselt werden. 
  4. Der Bewegungsablauf verdeutlich, wie groß der Unterschied zum Sprint ist. Ein Ausdauerlauf wird aus dem Stand begonnen, der Oberkörper ist leicht vorgebeugt, die Füße stehen fest auf dem Boden, meist ein Fuß vor. 
  5. Der Läufer muss beim Start schnell sein, ohne zu viel Kraft aufzuwenden, um sich im Rennen eine vordere Position im Feld zu sichern, der Oberkörper bleibt aufrecht. 
  6. Der Bewegungsablauf, bei dem nach einer bestimmten Zeit das Tempo gedrosselt wird, muss trainiert werden. 
  7. Der Ausdauerlauf ist leichter durchzuhalten, wenn man auch hier den Schwerpunkt auf den vorderen Fußballen hat. 
  8. Doch das belastet die Waden, deshalb müssen sie besonders kräftig, die Beinmuskulatur insgesamt auf Krafteinteilung trainiert sein.

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