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Trend: Klettersport - Was muss man als Anfänger beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Der Trendsport Klettern ist längst mehr als nur ein Hobby- für viele ist Klettern längst eine Lebenseinstellung.
Freiheit, Adrenalin, Kraft und Technik lauten die Stichworte für Extremsportler rund um den Globus. Kaum ein anderer Sport bietet so viel Ausgleich zum stressigen Alltag. Neben Konzentration und der Kombination aus Kraft und Technik, ist es nämlich durchaus von Vorteil, dass man sich an gesicherten Kletterwänden auch mal sorglos fallen lassen kann. Der Klettersport birgt naturgemäß jedoch auch einige Gefahren, die beachtet werden sollten, bevor es gesichert hoch hinaus gehen kann.

Die besten Anfänger-Tipps Rund ums Klettern

Sowohl Indoor, als auch Outdoor – Klettern ist fast überall möglich

  •  Der Grundstein beim Klettern sollte unbedingt unter fachmännischer Anleitung in einer entsprechenden Kletterhalle gelegt werden. Sowohl Kurse, als auch die nötige Ausrüstung können in guten Hallen problemlos Vorort gebucht werden.
  • Unter kletterhallen.net kann man etwa alle Kletterhallen in Österreich finden und die in der Nähe zum eigenen Wohnort ausfindig machen. In Wien etwa können Kletterfans auch die Kletteranlagen des Österreichischen Alpenvereins nutzen. 
  • Der Vorteil des Indoor-Kletterns liegt vor allem in der Sicherheit. Begrenzte Höhen, eine stetig überprüfte Ausrüstung zum Abseilen und Experten sorgen für ein kalkulierbares Risiko.
  • In der Natur sind dem Free-Climbing sowohl bei der Höhe, als auch bei der Länge der Route weit weniger Grenzen gesetzt. Von kleinen Hängen mit mäßiger Neigung bis zu 1 km langen Kletterrouten am Steilhang ist im Prinzip alles möglich. Eine dieser Extremrouten ist The Nose am El Capitan im Yosemite Nationalpark in Kalifornien, die wohl die bekannteste Route für das sogenannte Speed-Climbing darstellt.
  • Beim Speed-Climbing muss eine vorgegebene Strecke möglichst schnell zurückgelegt werden, wodurch aus dem Sport ein Wettkampf und aus dem kalkulierbaren ein weit weniger kalkulierbares Risiko wird. Auch, wenn die Gefahren bei vielen begeisterten Kletterern erst den Reiz ausmachen, sollten Vorsicht und Prävention Einzug halten. Denn Höhenluft führt oftmals zu Übermut, vor der selbst erfahrene Kletterer nicht gefeit sind.

 

Die häufigsten Unfallursachen

  •  Die häufigste Ursache für Unfälle in Kletterhallen sind eine defekte Ausrüstung oder die falsche Verwendung dieser. In professionellen Hallen wird die Ausrüstung vor und nach jeder Benutzung geprüft, wodurch das Risiko minimiert wird. Vor jedem Klettergang wird daher empfohlen, die Ausrüstung noch einmal genau zu überprüfen.
  • Anfänger sollten sich unbedingt fachmännisch einweisen lassen und genau darauf achten, was die Experten empfehlen. So können häufig auftretende Sicherungsfehler vermieden werden. Vermeintlich leichte Fehler können schwerwiegende Folgen, wie Kopf- und Rumpfverletzungen, nach sich ziehen.
  • Beim Outdoor-Climbing können Fehler sogar über Leben und Tod entscheiden. Daher sollten auch Kletter- und Sicherungspartner mit Bedacht ausgewählt werden, da diese große Verantwortung tragen. Erfahrung und Konzentration sind hier unabdinglich.
  • Im Regelfall sind die Verletzungen jedoch meist kleinerer Natur. Eine Band- oder Sehnenverletzung des Ringfingers beispielsweise, gilt als wahre Volkskrankheit unter den Klettersportlern, da beim Abrutschen die Finger ruckartig überlastet werden. Ein Sehnenriss ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch langwierig und bedarf in manchen Fällen einer speziellen Operation inklusive Rehabilitationsmaßnahmen.

 

Versicherungsschutz für Kletterer

  •  Da die staatliche Unfallversicherung nur Arbeitsunfälle abdeckt, wird sportlich Aktiven ein zusätzlicher privater Unfallschutz empfohlen. „Je nach in Anspruch genommener Leistung, wie Zusatzpaketen mit Bergungskosten und Spitalstagegeld, können die monatlichen Prämien variieren. Eine Unfallversicherung der ERGO ist aber bereits ab 7,55 Euro monatlich erhältlich“, so Hanns-Ulrich Brockhaus vom Versicherungsunternehmen ERGO Direkt. Außerdem können die individuellen Prämien bereits im Vorfeld online mit dem Versicherungsrechner berechnet werden.
  • Viele Kletterverbände bieten mittlerweile einen speziellen Versicherungsschutz, so wie beispielsweise der Alpine Sicherheits Service (ASS) des Deutschen Alpenvereins. Darin sind sowohl Such-, Bergungs- und Rettungskosten von bis zu 25.000 Euro als auch Heilkosten und eine Sporthaftpflicht-Versicherung mit einer Deckungssumme von bis zu 2.000.000 Euro inkludiert.

 

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