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Wann Creatin nehmen? - Der optimale Zeitpunkt

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:58
Creatin kann viel bewirken. Vorausgesetzt, es wird richtig eingenommen.

Wenn es um einen möglichst raschen Muskelaufbau geht, spielt Creatin eine nicht unerhebliche Rolle. So ist man vor allem landläufig der Ansicht, dass im Rahmen der regelmäßigen Einnahme von Creatin dieses hochgesteckte Ziel noch rascher erreicht werden kann. Allerdings ist dies nur bedingt der Fall. In diesem Zusammenhang scheiden sich mitunter nämlich die Geister: Kann Creatin gar als Doping bezeichnet werden - oder nicht? In jedem Fall verfügt der Mensch selbst über einen gewissen Creatin-Anteil (etwa 100 bis 120 Gramm) im Körper. Dieser befindet sich vor allem in den Skelettmuskeln. Wer also Creatin einnimmt, trägt nachhaltig dazu bei, dass die Creatinspeicher im Körper noch größer werden. Mit der Folge, das sich diese nach körperlicher Belastung weitaus rascher regenerieren können.

  • Wissenswert ist, dass sich im Zuge der Creatineinnahme gleichzeitig auch der Muskeltonus erhöht. Im Umkehrschluss bedeutet dies: gegebenenfalls ist mit einem weitaus höheren Verletzungsrisiko bei schnellen und kräftigen Bewegungsabläufen zu rechnen.
  • Alternativ - so raten Experten - kann man durchaus auch auf ein Creatin-Monohydrat zurückgreifen. Denn sicherlich: Creatin ist in zahlreichen Nahrungsergänzungsprodukten zwar bereits enthalten. Allerdings nur in sehr geringfügiger Dosis. Wer im Fitness-Studio folglich im Hinblick auf den Muskelaufbau etwas bewirken will, ist mit Creatin-Monohydrat in jedem Fall gut beraten. 
  • Viele Creatin-Monohydrate neigen mitunter zu ausgeprägten Wassereinlagerungen. Es empfiehlt sich daher, den Ernährungsexperten auch diesbezüglich um Rat zu fragen.

  • Eine umfassende Beratung mit einem erfahrenen Trainer oder Ernährungsberater ist im Vorfeld der Creatin-Supplementierung immer von Vorteil. 
  • Denn Fakt ist, dass Creatin am besten in Abhängigkeit der jeweiligen Sportart eingenommen wird. Das bedeutet, dass die Menge je nach Sportart unterschiedlich sein sollte.
  • Ist eine Leistungssteigerung gewünscht, bietet sich die Creatin-Einnahme zwar an, jedoch keineswegs in beliebiger Menge!

  1. Anfangs nimmt man rund 20 Gramm Creatin pro Tag (jeweils morgens und abends 10 Gramm)  und zwar über einen Zeitraum von etwa einer Woche. Ab dem achten Tag wird die Einnahme auf drei Gramm täglich reduziert.
  2. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass der Zeitrahmen für eine solche Creatin-Kur keinesfalls länger als drei Monate andauern solle. Insgesamt macht es aus der Sicht von Sportwissenschaftlern Sinn, pro Jahr etwa drei bis vier Creatin-Kuren durchzuführen.
  3. Wer zu viel bzw. zu häufig Creatin einnimmt. läuft Gefahr, dass sich die körpereigenen Reserven mit der Zeit stark reduzieren. Somit ist im Einzelfall abzuwägen, ob eher der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund steht, oder ob "um jeden Preis" die Einnahme von Creatin durchgesetzt wird. Mit regelmäßiger, fachkundiger Unterstützung bzw. durch eine intensive Zusammenharbeit mit dem Trainer kann diesbezüglich eigentlich nichts schiefgehen.

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