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Was kann man gegen Muskelschmerzen tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Muskelschmerzen (Fachbegriff Myalgie) kennt fast jeder von uns.

Muskelschmerzen (Fachbegriff Myalgie) kennt fast jeder von uns. Meistens sind die Schmerzen von harmloser Natur, und verschwinden nach wenigen Tagen wieder von allein. Häufige Ursachen sind zum Beispiel Überlastung, Bewegungsmangel, die Wechseljahre, aber auch Erkältungen können Schmerzen in den Muskeln verursachen.

Wann sollten Sie unbedingt den Arzt aufsuchen?

  • Es gibt Muskelschmerzen hinter denen schwerwiegende Erkrankungen stecken. 
  • Erkennbar sind die Erkrankungen meist daran, dass sie länger als eine Woche andauern. 
  • Hier sollten Sie die Symptome schnellstmöglich mit Ihrem Hausarzt abklären, der dann gegebenenfalls die richtige Therapie einleitet.

Erste Hilfe Maßnahmen bei Muskelschmerzen

  1. Schonen Sie den betroffenen Muskel sofort, und stellen Sie bei starken Schmerzen den Muskel ruhig.
  2. Wärme und Massagen fördern die Durchblutung und unterstützen den Heilungsprozess. Auch ein Aufenthalt in der Sauna wirkt sich günstig auf die Genesung des Muskels aus.
  3. Zur medikamentösen Unterstützung eignen sich Nichtsteroidale Antirheumatika, sie drosseln die Produktion von Botenstoffen, wie zum Beispiel dem Gewebshormon Prostaglandin, das für Entzündungsreaktionen im menschlichen Körper verantwortlich ist, und beeinflussen somit den Entzündungsverlauf positiv. 
  4. In niedrigen Dosierungen sind die Nichtsteroidale Antirheumatika auch rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich. 
  5. Pflanzliche Heilmittel, wie die Teufelskralle und Weidenrindenextrakte wirken unterstützend bei der Behandlung von Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Wirkung tritt jedoch erst nach einigen Tagen ein.


Wie können Sie Muskelschmerzen vermeiden?

  1. Bringen Sie ausreichend Bewegung in Ihren Tagesablauf, viele Muskelschmerzen entstehen durch Verspannungen und Bewegungsarmut.
  2. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet ist. Durch Fehlhaltungen am Arbeitsplatz entstehen Verspannungen, die sich mit Muskelschmerzen bemerkbar machen.
  3. Achten Sie auf ihre Ernährung, wenn Sie viel Fleisch essen, dann sollten Sie Ihren Konsum einschränken. Im Fleisch sind sogenannte Arachidon Säuren, die bei Unverträglichkeit Entzündungen der Muskeln und Gelenke begünstigen können.
  4. Essen Sie viel Obst und Gemüse, sie enthalten viele pflanzliche entzündungshemmende Stoffe und versorgen den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen, und stärken gleichzeitig das Immunsystem in der Abwehr gegen Viren und Bakterien.
  5. Treiben Sie Sport, aber überlasten Sie nicht Ihre Gelenke und Muskeln. Weniger ist dabei öfters mehr. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihrem Alter entspricht, so haben Sie Spaß an der Bewegung, und kräftigen gleichzeitig Ihren Bewegungsapparat.

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