Foto: Shutterstock.com

Was tun gegen Schwellungen?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Was tun gegen Schwellungen - Sport macht Spaß, hilft den Alltagsstress zu bewältigen und stärkt das Immunsystem.

Sport macht Spaß, hilft den Alltagsstress zu bewältigen und stärkt das Immunsystem. Doch leider bleiben dabei Verletzungen nicht aus. Häufig kommt es zu Prellungen, Zerrungen oder Schürfwunden. Die meisten Sportverletzungen sind zum Glück harmlos, dennoch werden sie oft von unangenehmen Schmerzen oder Schwellungen begleitet. Um den Schmerz zu lindern und den Heilungsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte jeder die wichtigsten Regeln für eine schnelle Soforthilfe kennen.

Bitte beachten

  • Das kühlende Eis darf niemals direkt auf die Haut aufgelegt werden, sondern es sollte immer zunächst in ein Tuch eingeschlagen werden. 
  • Auch wenn die Verletzung äußerlich nicht mehr zu sehen ist, benötigen die Gelenke und Muskeln noch genügend Zeit zur vollständigen Regeneration. Lassen Sie Ihrem Körper diese Zeit und belasten Sie das verletzte Körperteil nicht zu intensiv! 
  • Bewegung generell ist von Vorteil, da die Schwellung durch vermehrte Durchblutung besser abgetragen wird. Bitte beachte - Alles mit Maß und Ziel!
  • Wenn die Schwellungen und Schmerzen trotz der angewendeten Maßnahmen nicht nachlassen und sich keine Verbesserung zeigt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und das verletzte Körperteil gründlich untersuchen oder gegebenenfalls röntgen lassen.

Nach einer Verletzung ist die Anwendung der sogenannten PECH-Methode (Pause, Eiskühlung, Compression, Hochlagern) sehr wirkungsvoll. Die Maßnahmen sollten sofort nach dem Unfall durchgeführt werden, damit Blutergüsse und Schwellungen so gering wie möglich gehalten werden.

  1. Pause: Bei jeder Verletzung sollte man seine körperlichen Aktivitäten sofort unterbrechen und das verletzte Körperteil eine gewisse Zeit ruhig stellen. Sobald die Schmerzen ein erträgliches Maß angenommen haben darf mit leichter Bewegungstherapie begonnen werden. Bitte nicht übertreiben - versuche auf deinen Körper zu hören. Bei zu intensiver Belastung kurz nach der Verletzung wird sich der Schwellunggrad verschlechtern.
  2. Eiskühlung: Eine sofortige Kühlung lindert den Schmerz. Außerdem ziehen sich die Blutgefäße durch die Kälte zusammen, wodurch ein Bluterguss abgeschwächt oder möglicherweise sogar verhindert werden kann. Wichtig ist eine lang anhaltende, tiefenwirksame Kühlung von mindestens einer halben Stunde. Falls kein Eis greifbar ist, reicht im Notfall auch kaltes Wasser.
  3. Compression: Um Blutergüssen und Schwellungen entgegenzuwirken, folgt nun das Anlegen eines Druckverbandes. 
  4. Hochlagern: Das Hochlagern des verletzten Körperteils verhindert, dass sich das Blut in diesem Bereich staut. Auch dadurch werden Schmerzen und Schwellungen verringert. 

Nach der Durchführung der Sofortmaßnahmen bieten sich folgende Hausmittel zur selbstständigen Behandlung von Schwellungen an: 

  1. Die verletzte Stelle sollte weiterhin gekühlt werden.
  2. Entzündungshemmend wirken Auflagen mit Speisequark. Diese sollten je nach Schwere der Verletzung mehrmals täglich wiederholt werden. 
  3. Schwellungen werden ebenfalls durch das Einreiben mit Arnikasalbe oder durch Wickel mit einer Arnikatinktur gelindert.
  4. Ähnlich wirkt die in Apotheken erhältliche essigsaure Tonerde.
  5. Ein uraltes Heilmittel gegen Schwellungen ist „Retterspitz“. Dieses Mittel wird äußerlich je nach Befinden mehrmals täglich durch Wickel oder Bäder angewendet. 

Kommentare