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Was versteht man unter Freediving?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Freediving ist eine Extremsportart und sollte auch mit dem nötigen respekt betrieben werden

Freediving ist eine in Deutschland relativ neue aber doch ursprüngliche Form des Tauchens. Im Gegensatz zu dem allgemeinen Verständnis eines Tauchgangs zeichnet sich Freediving dadurch aus, dass keine Sauerstoffflasche benötigt wird. Zu Deutsch heißt es daher auch "Freitauchen". Es handelt sich hierbei allerdings nicht um das Paddeln unter der Wasseroberfläche mit einem Schnorchel, sondern um echte Tauchgänge in mehreren Metern Tiefe.

  • Fällt es vielen Menschen weitläufig schwer über mehrere Minuten die Luft anzuhalten, ist dies für Geübte kein Problem. 
  • Es besteht gerade für Anfänger die Gefahr eines Schwimmbad-Blackouts (Bewusstlosigkeit)! Sie merken erst zu spät, dass der Sauerstoffgehalt zu niedrig ist und können sich selbst nicht mehr an die Oberfläche bringen. 
  • Daher sollte man Freediving mindestens zu zweit betreiben, wobei dieselben Regeln gelten, wie beim Klettern: eine Person sichert die andere.
  • Freediving ist eine Extremsportart und sollte auch mit dem nötigen respekt betrieben werden! Minutenlanges Luftanhalten kann schwerwiegende körperliche, als auch geistige Schäden mit sich bringen.

  • Das Equipment setzt sich daher auch nur aus Flossen, einer Taucherbrille und bei kälteren Gewässern aus einem Neoprenanzug zusammen.

  1. Vor Ihrem ersten Tiefgang ist es unerlässlich die Lunge durch Konditionssportarten zu trainieren. Nur so schaffen Sie es genügend Sauerstoff vor dem Freediving einzuatmen. 
  2. Trainieren Sie nun das Abtauchen in einem Schwimmbad und versuchen Sie möglichst lange unter Wasser zu bleiben. Ihr Ziel sollte es vor allen Dingen sein die Ruhe zu bewahren. Hyperventilieren Sie im freien Gewässer kann das lebensgefährlich für Sie werden.
  3. Neben der Lunge werden noch viele andere Organe des Körpers in Mitleidenschaft gezogen. Daher übt man das Freediving in kleinen Schritten. 
  4. Neben der Zeit spielt auch die Tiefe eine wichtige Rolle. Tauchen Sie über einen langen Zeitraum immer ein Stückchen tiefer anstatt beim ersten Mal den Meeresgrund erreichen zu wollen. Ihr Körper muss unter Wasser ständig für Druckausgleich sorgen, welcher immer größer wird, je tiefer man taucht. 
  5. Jeder Freediver sollte in der Lage sein, einen anderen Freediver zu sichern. Beobachten Sie Ihren Partner genau und bemühen Sie sich die ersten Anzeichen einer Ohnmacht zu registrieren. Oft ist einem unter Wasser nicht bewusst, dass man schon lange an einem Sauerstoffmangel leidet. 
  6. Üben Sie regelmäßig, werden Sie schnell merken, dass sie weitaus tiefer und länger unter Wasser bleiben können als unerfahrene Taucher. 
  7. Dennoch sollten Sie nicht dem Drang nachgeben über Ihre Grenzen hinaus zu gehen. Sie riskieren damit auch als geübter Freediver eine Ohnmacht und damit ihr Leben!

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