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Weitenmessung beim Skispringen? - Damals und heute

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Wintersport wird von Jahr zu Jahr immer beliebter.
Eine der wohl bekanntesten Sportarten ist das Skispringen. Hauptgrund für die wachsende Beliebtheit sind wahrscheinlich die spektakulären Fernsehbilder. Die Skispringer fahren riesige und imposante Rampen herunter und beeindrucken durch elegante Sprünge. Zeitweise sieht es so aus, als könnten die Springer fliegen. Bewertet werden die Sprünge von einer Jury. Die Bewertung setzt sich zum einen aus der Haltung und zum anderen aus der Weite zusammen. Gerade die Weite ist sehr wichtig und zum Teil können nur kleine Unterschiede über die Platzierung entscheiden. Aus diesem Grund ist eine äußerst genaue Messtechnik unabdingbar. Doch wie funktioniert eine solche Weitenmessung beim Skispringen?

Weitenmessungen beim Skispringen

Weitenmessung beim Skispringen in heutiger Zeit:

  • Heutzutage wird beim Messen nichts dem Zufall überlassen. Aufgrund dessen, dass gerade im Profisport eine zuverlässige Messtechnik unabdingbar ist, weil es unter anderem auch um viel Preisgeld geht, werden keine Kosten und Mühen gescheut. Rund ein Dutzend Mitarbeiter präparieren die Schanze im Vorfeld mit zahlreichen Videokameras.
  • Ferner wird eine Art Büro errichtet, in welchem jeder Sprung über viele Monitore später mitverfolgt wird. Durch die Videotechnik ist es möglich, dass jeder Sprung in Zeitlupe so lange bearbeitet wird, bis beide Skispitzen exakt den Boden berühren. Dann kann von der Mitte zwischen beiden Skiern die Weite vom Absprung aus gemessen werden.
  • Der genaue Wert wird immer auf einen halben Meter abgerundet. Durch viel Aufwand ist es also möglich, einen absolut verlässlichen Wert zu erhalten.


Weitenmessung beim Skispringen in damaliger Zeit:

  • Ursprünglich wurde die Weitenmessung beim Skispringen durch Weitenrichter durchgeführt. Diese positionierten sich in der Nähe der vermutlichen Landezone und gaben dann eine bestimmte Weite an. Durch die Methode war allerdings keine exakte Berechnung möglich. Vor allem sollen die Weitenrichter den lokalen Skigrößen gerne ein paar Meter dazugerechnet haben.
  • Seit 1962 wird im Skisport allerdings schon der Computer zur Weitenberechnung eingesetzt. Das ursprüngliche System ist mit dem heutigen zwar nicht mehr vergleichbar, aber es sorgte schnell für Unabhängigkeit und objektive Bewertungen. Inzwischen ist das System so ausgefeilt, dass es die Weite bis auf den Zentimeter genau berechnen kann.

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