Welcher Ski passt zu mir? - Die richtige Wahl der Ski für Pistenspaß

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Auch wenn man es den heutigen Ski nicht mehr ansieht, sind sie bereits älter als 4000 Jahre.

Auch wenn man es den heutigen Ski nicht mehr ansieht, sind sie bereits älter als 4000 Jahre. Damals bestanden sie noch aus Holz und dienten ausschließlich der Fortbewegung im Schnee. Heute hat Glasfaser und Kunststoff das Holz abgelöst und gefahren wird nur noch zum Vergnügen. Doch mit dieser Weiterentwicklung der letzten Jahrzehnte hat sich auch die Vielseitigkeit verschiedener Modelle entwickelt.

Mittlerweile gibt es lange, kurze, dicke, dünne, rote, blaue, taillierte, ... Ski. Und sie alle stehen in Reih und Glied im Sportfachhandel und verwirren den Wintersportler bei der Auswahl seines neuen Sportgerätes. Hier nun sollte man jedoch nicht nach dem Bauchgefühl wählen.

Vielmehr heißt es sich zu fragen: Was kann ich, wo fahre ich und was will ich, dass mein Ski kann? Im Folgenden soll Dir hier eine Hilfestellung gegeben werden, mit der Du den für Dich passenden Ski findest.

Wie und wo will ich fahren?

  1. War zu Beginn der 90er Jahre noch der klassische Alpin Ski in schwindelerregender Länge hoch im Kurs, findet man heute fast nur noch den Carving-Ski. Ursprünglich war der Alpin Ski entwickelt worden, um sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen die Abfahrt egal welcher Schwierigkeitsstufe zu überprüfen. Dafür sorgten die Stahlkanten, die sichere Fahr auf Schnee und sogar Eis boten.
  2. Der heutige Carving-Ski zeichnet sich durch seine deutliche Taillierung aus. Sie ermöglicht leichtes Steuern in den Kurven. Die Durchbiegung an der Querachse, die sogenannte Flex, ermöglicht es erfahrenen Fahrern, sich einmal so richtig in die Kurven zu legen - ohne dass sich sofort die Bindung öffnet.
  3. Wenn Du zu den "Durchschnittsfahrern" gehörst, dann sollte ein Allround-Carver Deine Wahl sein. Durch seine Drehfreudigkeit lässt er sich leicht steuern und verliert auch bei einer schnelleren Abfahrt nicht so leicht die Kontrolle. Wenn Du allerdings lieber den Tiefschnee unsicher machst, dann solltest Du zu einem möglichst breiten Ski greifen. Er gibt besonders viel Auftrieb und macht Tiefschneefahren zum Kinderspiel.
  4. Doch damit ist noch längst nicht das ganze Angebot an Skivarianten abgedeckt. Für Profis, die rasante Fahrten lieben, eignen sich besonders so genannte Race-Carver. Sie sind besonders hart und schwer und lassen sich auch erst bei hoher Geschwindigkeit gut steuern. Doch dann danken sie es dem Fahrer mit einem ausgezeichneten Spurenverhalten auch bei höchsten Geschwindigkeiten.
  5. Hier sei noch der Supercross-Carver erwähnt, der seine besondere Anwendung bei Fahrten abseits der Piste findet. Doch Achtung: Solche Unternehmungen auf nicht befestigten Pisten sollten niemals alleine und auch niemals ohne entsprechende Fähigkeiten durchgeführt werden!
  6. Für Freunde der Akrobatik eignen sich sogennante Freesyle Skier besonders gut. Diese sind vorne und hinten aufgebogen und erlauben somit auch Fahrten rückwärts. Die mittig orienierte Bindung verlagert den Schwerpunkt ins Zentrum und erlaubt somit waghalsige Sprünge.
  7. Für Fahrten im Tiefschnee gibt es ebenfalls eigene Skier. Diese Freereide Skier sind breiter als gewönliche Skier. Die große Auflagefläche der Skier erlaubt es dem Wintersportler Tiefschneehänge zu bezwingen, ohne all zu tief in den Schnee einzusinken.


Wie groß bin ich?

  1. Die Wahl der richtigen Länge Deiner Ski ist von besonderer Wichtigkeit, denn nur passende Ski lassen sich perfekt fahren. 
  2. Bei Carvern jeder Art gilt grundsätzlich, dass sie etwa 10-20cm kleiner als die eigene Körpergröße sein sollten. 
  3. Sehr leichte Fahrer sollten jedoch Ski wählen, die eher noch etwas kleiner sind, schwerere Fahrer eher etwas längere. 
  4. Bei Kindern sollten die Ski immer ungefähr bis zum Kinn reichen.

Artikel Bewertung

Wie hat Dir der Artikel gefallen? War die Information nützlich? Hier kannst Du bewerten!

Kommentare