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Wie behandelt man einen Muskelkater?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Muskelkater ist eine Ansammlung feinster Mikrorissen in der Muskulatur.

Um zu wissen wie man einen Muskelkater behandeln kann, muss man zuerst einmal wissen was ein Muskelkater ist. Gerade hier gab es lange Zeit viele Spekualtionen und so ganz einig ist sich die Fachwelt bis dato noch nicht. Eine früher angenommene Muskelübersäuerung durch Laktate wurde widerlegt. Nach dem neusten Stand der Wissenschaft geht man jetzt von feinsten Mikrorissen in der Muskulatur. Diese entstehen durch eine Überbelastung der Muskulatur. Es kommt zu Entzündungen in diesen Rissen, die dann durch das Eindringen von Wasser zum Anschwellen des betroffenen Muskels führen. Der daraufhin folgende Dehnungsschmerz wird im Volksmund als Muskelkater bezeichnet. Dieser tritt gemeinhin erst einen Tag nach der körperlichen Anstrengung in seiner stärksten Phase auf.

Bitte beachten

  • Es gibt verschiedene Methoden wie man einen Muskelkater behandeln kann. 
  • Wichtig ist eine direkte Wärmezufuhr z. B. in Form von Sauna oder Bädern. 
  • Neben homöopathischen Mitteln wie Arnica Pillen helfen auch Infrarotbestrahlungen und Franzbranntwein-Massagen. 
  • Massagen sollte man wegen einer erneuten Muskelirritation nicht anwenden

Sehr gut helfen heiße Kompressen oder Wickelanwendungen gegen Muskelkater. Dazu benötigt man

  • einen Behälter mit heißem Wasser (1-2 Liter)
  • ein dünnes Tuch ( z. B. Geschirrhandtuch)
  • ein dickes Tuch, hier eignet sich hervorragend ein Badetuch
  • und ein zusätzliches Auswringtuch
  • Haushaltshandschuhe können gegen eventuelle Verbrennungen ganz hilfreich sein.

Die Behandlung des Muskelkaters mit Wickelkompressen

  1. Zuerst wird das kleinere Handtuch auf die benötigte Größe gefaltet, am besten mehrfach, dann dieses auf das ausgebreitete Auswringtuch gelegt und danach beide zu einer Rolle geformt. Jetzt wird die Rolle in das heiße Wasser getaucht, um möglichst viel heißes Wasser aufzunehmen. Wichtig ist es danach die Rolle gut auszudrehen, denn je weniger Wasser in dem Stoff verbleibt, desto besser verträgt sich die Temperatur auf der Haut. 
  2. In dem Auswringtuch das eigentliche Wickeltuch zum Patienten bringen, um so Verbrennungen oder Verletzungen zu vermeiden, und bevor es dann endgültig aufgelegt wird, vielleicht noch die Temperatur am Handgelenk überprüfen. 
  3. Jetzt wird das Wickeltuch gut auf die betroffene Stelle angepasst, danach wird das Tuch mit dem dicken Badehandtuch, das als Schutz und Isolation dient, umwickelt. Darauf achten das alle betroffenen Stellen vollständig bedeckt und gut abgeschirmt sind.
  4. Wenig sinnvoll ist es jeweils das schon vorher benutzte feuchte, abgekühlte Wickeltuch noch einmal zu verwenden. Nur ein trockenes Tuch saugt das heiße Wasser auf.
  5. Normalerweise sollte die Anwendung sich in einem Bereich von fünf bis fünfzehn Minuten bewegen.
  6. Die Länge der Anwendung ist nicht von entscheidender Bedeutung, vielmehr ist es der Wärmeimpuls, der sich vorteilhaft auf eine Schmerzlinderung auswirkt.

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