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Wie bespannt man einen Tennisschläger?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Durch die regelmäßige Benutzung des Tennisschlägers nutzen sich auch die Saiten ab.

Durch die Benutzung des Tennisschlägers nutzen sich auch die Saiten ab, wodurch der Schläger immer weicher wird oder Saiten reißen können. Eine regelmäßige Neubespannung ist daher sehr sinnvoll.

  • Die Zangen der Besaitungsmaschine sollte unbedingt fettfrei gehalten werden, damit die Saiten nicht durchrutschen und eine gleichmäßige Bespannung gegeben ist.
  • Der Gewichtsarm und der Tisch der Maschine sollten jedoch immer leicht gefettet sein, damit sie durch die Beanspruchung nicht verschleißen.
  • Die Troja-Ahle ist anfällig für Beschädigungen und sollte deshalb sehr sorgsam verwendet werden. Und falls die Ösen des Schlägers scharfe Kanten aufweisen, sollten sie durch ein Saitenschutzschlauch, der in die Ösen eingezogen werden kann, geschützt werden, da sonst die Saiten daran reiben und reißen können.
  • Sollten diese zu eng sein, muß es durch ein neues Ösenband ersetzt werden.

Benötigte Werkzeuge:

  • eine Besaitungsmaschine
  • einen Seitenschneider
  • einen Meterstab (zum Abmessen der Saiten)
  • einen Filzstift
  • eine Ahle und
  • eine Flachzange.


Werkzeuge, die genutzt werden können, aber nicht unbedingt erforderlich sind:

  • eine Troja- oder Dispo-Ahle
  • einen Saitenschutzschlauch
  • Ösenband

  1. Saiten abmessen und abschneiden, hier gelten 12 m als Richtlinie, mit der man eigentlich immer hinkommen sollte (bei der 2-Knoten-Methode braucht man 12 m am Stück ab, bei der 4-Knoten-Methode einmal 7m und einmal 5m)
  2. Die alten Saiten aus dem Schläger herausschneiden, dabei immer eine Quer- und eine Längssaite abschneiden, damit die Belastung nicht zu groß ist und der Rahmen bricht.
  3. Den Schläger in die Bespannungsmaschine einspannen und die gewünschte Bespannungsstärke einstellen.
  4. Von der Mitte aus die Längssaiten in beide Richtungen nach außen hin einziehen. Dabei ein Saitenende so kurz halten, dass es für die Längssaiten nach außen ausreicht.
  5. Wenn die Längssaiten bespannt sind, mit dem restlichen Stück der Saite die Quersaiten bespannen.
  6. Bespannungsvorgang: Die eingefädelte Saite mit der Haltezange fixieren und am anderen Ende in die Bespannmaschine einspannen.
  7. Die Saite über den Zugmechanismus mit der eingestellten Bespannungshärte bespannen.
  8. Die gespannte Saite mit der Haltezange fixieren und mit der nächsten Saite beginnen, bis man am Ende der Längssaiten angekommen ist.
  9. Mit einem Spezialknoten das kurze, überstehende Ende der Längssaite ohne Spannungsverlust befestigen und den Rest abschneiden.
  10. Die Quersaiten im Wechsel unter und über den Längssaiten durchfädeln. Am Ende der Saite wieder spannen, in die Haltezange einklemmen und mit der nächsten Quersaite beginnen. 
  11. Wenn alle Quersaiten eingezogen und gespannt sind, das Ende wieder mit einem Spezialknoten verknoten und die Haltezangen lösen.

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