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Wie entsteht Muskelkater? Was kann man dagegen tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Ein Muskelkater macht sich meist erst wenige Stunden oder gar am nächsten Tag so richtig bemerkbar.

Muskelkater – wer kennt Ihn nicht. Der Muskelkater ist nicht irgendeine spezielle Katzen oder Katerform, sondern feinste Mikrorisse in der Muskulatur. Sie entstehen durch eine zu hohe Belastung bzw. Überbelastung der Muskulatur nach zum Beispiel körperlicher Anstrengung. Muskelkater ist eine Art Dehnungsschmerz, bei dem durch Eindringen von Wasser, Muskeln anschwellen. Dieses Wasser dringt ein, wenn Entzündungen in den Rissen entstehen.

Ein Muskelkater macht sich meist erst wenige Stunden oder gar am nächsten Tag so richtig bemerkbar und hält dann teilweise sogar mehrere Tage an. Jeder hat wohl diesen Kater schon einmal am eigenen Leibe spüren dürfen. Aber keine Bange, Muskelkater ist mit den richtigen Tipps und Tricks leicht zu bändigen.

  • Wichtig ist es, Muskelkater mit einer direkten Wärmezufuhr zu behandeln. Dafür empfehlen sich auch Saunagänge oder sonstige warme Bäder, sodass die Durchblutung der Muskeln gesteigert wird. 
  • Es besteht auch die Möglichkeit Muskelkater mit Infrarotbestrahlungen oder Franzbranntwein-Massagen zu lindern. Anderweitige Massagen solltest du jedoch vermeiden, um erneute Muskelrisse- bzw. irritationen zu verhindern.

  • Natürlich ist es von Vorteil, falls du besonders häufig Sport treibst, vorab und auch nach dem Training Dehnungsübungen durchzuführen, was jedoch nicht bedeuten muss, dass du dadurch gar keinen Muskelkater bekommst. 
  • Heiße Kompressen oder aber Wickelanwendungen sind zudem auch sehr hilfreich. Benötigt wird dazu lediglich 1-2 Liter heißes Wasser, jeweils ein dünnes- und ein dickes Tuch und ein zusätzliches Auswringtuch, sowie eventuell Haushaltshandschuhe, um Verbrennungen vorzubeugen.

So kannst du in wenigen Schritten dem Muskelkater Beine machen. 

  1. Zuerst das kleine Handtuch, zum Beispiel ein Geschirrhandtuch, falten auf eine bestimmte Größe - je nachdem wo der Muskelkater sitzt. 
  2. Das gefaltete Handtuch dann auf das ausgebreitete Auswringtuch legen und beide zu einer Rolle zusammendrehen. Die Rolle dann in heißes Wasser eintauchen und danach unbedingt wieder gut auswringen.
  3. Als nächstes das eigentliche zusammengefaltete Tuch mit dem Auswringtuch zusammen herbeitragen und sicherheitshalber dann die Temperatur vor dem auflegen noch einmal am Handgelenk prüfen.
  4. Jetzt das Tuch an die betroffene Stelle anbringen und darüber das dicke Handtuch, zum Beispiel ein herkömmliches Badetuch, wickeln, welches somit als extra Schutz dient.
  5. Die gesamte Anwendung sollte sich auf etwa fünf bis fünfzehn Minuten ausdehnen, wobei die Dauer ansich nicht entscheidend ist, sondern die Wärmezufuhr und deren Wirkung. Je wärmer, desto mehr wirkt es sich auf die Schmerzlinderung aus. 
  6. Wirklich verhindern kann man Muskelkater nicht, allerdings grundsätzlich lindern, indem man es mit dem Training nicht übertreibt. 
  7. Vor allem wenn du ein Neuling oder Wiedereinsteiger bist, keinesfalls das Trainingspensum zu hoch und intensiv ansetzen. 
  8. Als Hausmittelchen hilft sonst auch Alkohol. Nicht trinken, sondern auf die betroffene Stelle nach dem Training einreiben. 
  9. Das steigert die Durchblutung und senkt das Muskelkater Risiko ein wenig.

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