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Wie geht ein richtiger Partnercheck beim Klettern?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Am Anfang einer jeden Kletterpartie steht deshalb der Partnercheck.

Riesige Felsen erklimmen, den Wind der Freiheit meterhoch über dem Erdboden spüren: senkrecht am Felsen stehend eröffnen sich neue Blickwinkel und ungeahnte Möglichkeiten. Bei Allem Nervenkitzel und der großen körperlichen Herausforderung ist und bleibt aber die Sicherheit am Wichtigsten. Darüber sind sich Fachmänner, leidenschaftliche Kletterer und außenstehende Beobachter einig. Jeder Kletterer braucht einen Partner, einen der ihn im Fall eines Sturzes oder bei großer Erschöpfung sichert, um lebensgefährliche Stürze zu verhindern.
Am Anfang einer jeden Kletterpartie steht deshalb der Partnercheck: Der Kletterer und der Sichernde überprüfen gegenseitig ihre Gurte und Seile, damit der Felserklimmer im Ernstfall sicher zu Boden geführt werden kann. Wie das geht, wird hier aufgeführt.

  • Im Idealfall klettern nicht zwei Anfänger zusammen, sondern es ist mindestens ein Profi dabei. Der Fortgeschrittene kennt nicht nur die Handgriffe, sondern auch die routinemäßigen Vorgänge und kann Unklarheiten beseitigen.
  • Eine professionelle Kletterausrüstung mindert das Gefahrenpotential. Mit einem richtigen Kletterseil, stabilen Karabinern und einem festen Gurt wird nicht nur die Sicherheit erhöht, beide Partner bekommen auch ein sichereres Gefühl. Das erhöht das Selbstbewusstsein, ohne dass man übermutig wird und steigert somit die Sicherheit zusätzlich.

  • Klettern Sie immer zu zweit. Anfänger schließen sich zu Beginn am Besten einer erfahreren Gruppe an oder üben zunächst in einer Kletterhalle. 
  • Besorgen Sie sich die nötige Kletterausrüstung. Im Fachhandel ist die hochwertige Kletterausrüstung zu erwerben. Auf keinen Fall sollten Gerätschaften verwendet werden, die nicht fürs Klettern geeignet sind.

  1. Kontrolle des Gurtverschlusses: Der Klettergurt muss korrekt verschlossen und eingestellt sein, bevor der Kletterer die Felswand erklimmt. Beide Partner überprüfen ihre Gurtverschlüsse gegenseitig.
  2. Kontrolle des Anseilpunktes und Anseilknotens. Hier wird überprüft, ob der Kletterer korrekt mit dem Seil verbunden ist und ob der Anseilknoten die optimale und feste Form hat, um den Kletterer im Ernstfall zu tragen.
  3. Kontrolle von Karabiner und Sicherungsgerät: Es muss überprüft werden, ob der Karabiner des Kletterers fest verschlossen ist und in optimalem Zustand ist. Das Sicherungsgerät des Sicherers muss ebenfalls in bestem Zustand und richtig mit dem Seil verbunden sein. Verwenden Sie keine Sicherungsgeräte, die sie nicht kennen.
  4. Absichern des Seilendes: Am Seilende wird zur Sicherheit ein Achterknoten gebunden, um zu gewährleisten, dass der Sichernde das Kletterseil im Extremfall nicht verliert.
  5. Der Partnercheck muss vor jeder Klettertour angewandt werden. Ob Profi oder Anfänger - fatale Fehler können jedem passieren und Flüchtigkeitsfehler können durch einen gründlichen Partnercheck verhindert werden.

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