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Wie sichert man jemanden beim Klettern?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Sicherheitstechniken für das Klettern sollten in Ruhe und kontrolliert gelernt und geübt werden.

Klettern ist eine Trendsportart. Wer aber glaubt, sie sei ohne Risiko, wird sich bald getäuscht sehen oder gar mit dem Leben für den Leichtsinn bezahlen. Deshalb gilt der Sorgfalt beim Sichern immer besondere Aufmerksamkeit. Sicherheitstechniken für das Klettern sollten in Ruhe und kontrolliert gelernt und geübt werden.

  • Des Weiteren sollte vor jedem Start eine Partnerkontrolle und Besprechung durchgeführt werden. 
  • Außerdem gibt es ganz einfach Sicherungsunterschiede bei der Vorbereitung abhängig davon, ob jemand im Freien oder in der Halle klettert.

  1. Im Freien müssen die sogenannten Top-Ropes erst durch Umgehung und Setzung von Umlenkern installiert werden, während sie in der Halle vom Hallenbetreiber zu installieren sind. 
  2. Der Kletterer startet dann am Boden und wird nach Ende des Klettervorgangs auch wieder dorthin abgelassen. 
  3. Der Kletterer ist mit einem Achterknoten oder doppeltem Bulin eingebunden. 
  4. Der Sichernde steht am Boden und sichert mit seinem Körpergewicht. Das Seil selbst ist nur an einer Umlenkung eingehängt, so dass beide Ende zu Boden reichen. 
  5. D.h. die Kletterhöhe kann nur maximal halb so hoch wie die Länge des Seils sein. 
  6. Ein hilfreicher Tipp besteht darin, dass der Sichernde nicht zu straff sichert, damit dem Kletterer das Eindrehen, Ausweichen oder Überwinden überhängender stellen nicht erschwert wird. 
  7. Im freien Gelände würde die Klettertechnik im Vorstieg und Nachstieg liegen. Das Seil läuft dabei durch eine Reihe von Zwischensicherungen. Das kann im Fall eines Sturzes zur Folge haben, dass der Kletternde mehrere Meter bis zur nächsten Zwischensicherung fällt.
  8. Grundsätzlich sollte den Vorstieg der erfahrenere Kletterer machen. Es gilt als die gefährlichere Kletterweise, weil Fehler beim Umbau passieren können. 
  9. Eine sehr häufige Fehlerquelle ist das sogenannte "Schlappseil". Der Name resultiert aus dem Phänomen, dass der Sichernde zu viel Seil abgibt und damit eine Erschlaffung des Seiles bis zur nächsten Zwischensicherung stattfindet. 
  10. Im Fall eines Sturzes erhöht sich dadurch die Länge des Sturzweges wie auch die Sturzgeschwindigkeit im Allgemeinen ein Vielfaches höher. 
  11. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Last, die der Sichernde aufzufangen hat, extrem groß ist und ihn aus dem Stand hebt. 
  12. Außerdem steht ja der Sichernde weg von der Wand. Im Fall eines so gearteten Sturzes aber drückt ihn die Geschwindigkeit mit Körper und Kopf u.U. an die Wand. 
  13. Zwischensicherungen halten nicht alles, vor allem nicht eine einzige. Umlenker sollten eingesetzt werden.

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