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Wie stellt man eine Skibindung ein?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Damit Sie Ihre Skibindung selbst auf die richtige Weise einstellen können, folgen hier Tips.

Wochen- oder gar monatelang bereiten sie sich vor. Im Fitnessstudio oder einfach nur mental durch jede Menge Vorfreude. Jedes Jahr zur Skisaison pilgern Tausende Wintersportfans in verschneite Skigebiete, jagen Pisten hinunter, werden eins mit den Elementen, mit dem Schnee, mit dem Berg. Die professionelle Skiausrüstung macht den absoluten Genuss des Wintersports möglich. Spaß, Nervenkitzel und Sicherheit gehen beim Wintersport Hand in Hand. Grudlegend für das sichere Skifahren ist die korrekte Skibindung, die vor Allem bei Stürzen entscheidend ist.
Damit Sie Ihre Skibindung selbst auf die richtige Weise einstellen können, folgen hier einige wichtige Hilfestellungen.

  • Das größte Risiko bei der eigenen Skibindung besteht darin, dass sich die Bindung im Falle eines Sturzes nicht lösen kann. Es besteht die Gefahr, dass die Skier im Schnee stecken bleiben. Wenn sich die Skibindung in einem solchen Ernstfall nicht lösen kann, muss der Skifahrer mit starken Verletzungen vor Allem an den Gelenken rechnen. 
  • Die korrekte Skibindung ist grundlegend für eine sichere Skifahrt und sollte im Zweifelsfall lieber vom Fachmann übernommen werden. 
  • Eine richtige Selbsteinschätzung und Erfahrung mit dieser Wintersportart sind hier absolut notwendig. Anfänger sollten das Einstellen der Skibindung Profis überlassen.

  • Die Skibindung hat verschiedene Funktionen: Sie verbindet den Schuh mit dem Ski und sorgt für eine optimale Kraftübertragung von den Beinen auf die Ski, so dass Lenken und Bremsen möglich werden. Außerdem schützt die Bindung vor Verletzungen, indem sich - sofern korrekt eingestellt - beim Sturz Skier und Schuhe voneinander lösen. Als letzte Eigenschaft sorgt die Skibindung für die richtige Position auf den Skiern.
  • Benötigt werden zunächst Skier und Skischuhe, die sich in einwandfreiem Zustand befinden. Bei Zweifeln oder Unklarheiten wenden Sie sich immer an einen Fachmann, der die Sportausrüstung überprüft. Unnötige Risiken sollten vermieden werden.

Anhand einer individuellen Messung wird der persönliche Z-Wert ermittelt, um die Bindung einzustellen. Der Z-Wert ist der Wert, der auf der Einstellungsskala der Skibindung steht. 
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die passende Einstellung der Skibindung zu ermitteln:

 

  1. Das Tibia-Verfahren - Hierbei wird die Breite des Schienbeinkopfes (Tibiakopf) im Bereich des Knies gemessen. Der Tibiakopf ist ein wichtiger Messpunkt, um Auslösedrehmomente für die Bindung festzustellen. 
  2. Im Sitzen wird der Tibiakopf vermessen. Der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel beträgt während der Vermesseung 90 Grad. Für einen exakten Messvorgang eignet sich eine Schieblehre am Besten. 

 

  1. Das Gewichtsverfahren - Gewicht und Körpergröße werden hier als Messgrößen verwendet. Die Ermittlung des Z-Wertes erfolgt bei dieser Methode nach statistischen Werten. 


Geschlecht, Alter und Schuhsolenlänge müssen genau wie die Erfahrung des Skifahrers in die Messungen einbezogen werden. Die korrekten Werte nach den unterschiedlichen Methoden kann ein Fachmann präzise berechnen. Mit Hilfe der Werte können Sie Ihre Bindung schließlich selbst einstellen.

 

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