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Wie wird man Golflehrer?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Ein angenehmes Hobby, sich den ganzen Tag an der frischen Luft bewegen, eine gewisse Bewunderung genießen ...
. - Wer Golf spielt, kommt vielleicht irgendwann auf die Idee, das Hobby zum Beruf zu machen. Doch der Weg dorthin ist länger als gedacht. Neben spielerischem Können muss der angehende Golflehrer auch diverse Softskills mitbringen, die für das Lehren unerlässlich sind. Außerdem muss man eine mehrjährige Ausbildung absolvieren, um als diplomierter Golflehrer nach PGA (Professional Golfers Association of Germany) tätig werden zu können.

Ausbildungsweg

  • Bei der PGA meldet sich der künftige Golflehrer bereits ein Jahr vorher zum Eingangstest.
  • Ist dieser bestanden, so steht vor Beginn der eigentlichen Ausbildung ein dreimonatiger Pre-Course an. Hier werden in einigen mehrtägigen Seminaren Grundlagen zur Technik und den Regeln vermittelt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt der Ausbildung muss der Bewerber mindestens 17 Jahre alt sein und einen Schulabschluss haben. Weiterhin wird ein sportärztliches Attest und der Nachweis über den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses gefordert. Außerdem muss der Golflehrer in spe bereits sehr gut Golf spielen, die Stammvorgabe liegt hier bei -18,4.
  • Der bestandene Vorkurs qualifiziert bereits zum C-Trainer Golf für Breitensport. Zum 1. Februar eines jeden Jahres beginnt dann die eigentliche Ausbildung für Golflehrer, die aus 2 Teilen besteht. Das erste Modul umfasst drei 6-tägige Seminare und bereitet auf die Prüfung zum Assistenten vor, in der Materialkunde, Golfgeschichte, Wettkampfregeln und Sporttechnik in einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung abgefragt werden. Außerdem muss der Prüfling eine Lehrprobe halten sowie die eigene Technik demonstrieren. Der Assistent darf bereits Spieler bis Handicap -37 unterrichten. Um den Assistentenstatus nicht zu verlieren, müssen mindestens alle 2 Jahre Weiterbildungsseminare besucht werden.
  • Das zweite Modul schließt sich an und führt nach 2 Jahren zum PGA Professional. 6 Seminare á 6 Tagen, einige bestrittene Turniere, ein Nachweis über die eigenen spielerischen Fähigkeiten - das sind Dinge, die auf den künftigen Golflehrer zukommen. Mündlich und schriftlich wird abgefragt, was der Probant in den letzten 24 Monaten über Golftechnik, Sportwissenschaft, Materialkunde, Clubmanagement, Turnierorganisation und Wettkampfstruktur gelernt hat. Eine Lehrprobe steht ebenfalls an sowie ein Nachweis über die eigene spielerische Leistung. Wer alles bestanden hat, darf künftig auch Fortgeschrittenen Unterricht erteilen, Profis ausbilden und eine Golfschule gründen.

 

Die Ausbildung ist in Vollzeit und Teilzeit (Modul 1) möglich. Der Interessent meldet sich bei der entsprechenden Golfschule oder Golfanlage und schließt dort einen Ausbildungsvertrag ab. In einigen Fällen werden von dieser Stelle dann auch die Kosten für die Prüfungen übernommen. Mittlerweile ist es auch möglich, als Quereinsteiger oder auf dem zweiten Bildungsweg Golflehrer zu werden. Wer bereits eine Ausbildung oder ein Studium hinter sich hat, muss nach Absprache mit dem ausbildenden Club nur noch einige Teile des zweiten Moduls besuchen und kann sich den Rest im Selbststudium erarbeiten.

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