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Ab ins kühle Nass: Mit frischer Wunde ins Freibad?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Die Wunde muss immer optimal geschützt werden.

Sommer, Sonne, Sonnenschein: An einem heißen Sommertag gibt es für Alt und Jung meist nichts Schöneres als im Freibad ins kühle Nass zu springen…doch was, wenn man eine frische Wunde hat, die vor Wasser und Bakterien eigentlich geschützt werden sollte?

 

Der Wundheilungsprozess kleinerer Wunden geht grundsätzlich recht rasch voran, doch sollten Wunden immer vor einer möglichen Infektion durch äußere Einflüsse geschützt werden. Das oberste Ziel ist es also, den Wundheilungsprozess positiv zu unterstützen und die Wunde optimal zu schützen. Die Verbindung von Wasser mit einer offenen Wunde, passt also weniger gut zusammen, doch heißt das wirklich, dass es keine Möglichkeit gibt mit kleineren Wunden aktiv zu bleiben und im Sommer baden zu gehen?

 

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Short Facts zum Wundheilungsprozess

  • Wenn äußere Bakterien in die Wunde eindringen, können schwere Infektionen entstehen.
  • Wasser (hier vor allem Chlorwasser) kann Bakterien etc. enthalten, welche die Wunde aufquellen lassen und somit die Wundheilung beeinträchtigen.
  • Eine optimale Wundversorgung sorgt für die Vorbeugung einer Infektion und letztlich für eine kleinere Narbenbildung.
  • Es muss aber nicht ganz auf Hygiene (duschen, baden) bzw. Wasserspaß verzichtet werden, da es spezielle wasserdichte Pflaster gibt, die die Wunde vor dem Eindringen von Bakterien schützen. Zusätzlich assistieren Pflaster bei der Wundheilung.
  • Pflaster sollten vor allem, wenn sie als Schutz vor Wasser o.ä. verwendet wurden, einmal am Tag gewechselt werden. Die Wundheilung sollte kontrolliert werden und eine Infektion dadurch ausgeschlossen werden.

 

Wundschutz mit Hilfe der richtigen Hilfsmittel

Beim Radfahren gestürzt oder beim Schnippeln in der Küche geschnitten – kleinere Wunden hat man sich im Alltag sehr schnell zugefügt. Handelt es sich dabei um kleinere Wunden, die nicht klaffend bluten oder zu tief sind, kann man diese auch selbst versorgen.

Nachdem man die  Wunde gereinigt und desinfiziert hat und die Blutung gestoppt worden ist, sollte man sie verschließen, damit es nicht zu einer Infektion kommen kann.

Denn ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man Wunden ohne Pflaster belassen soll, damit diese schneller heilen könnten. Eine geschlossene, feuchte Wundumgebung regt den Zellaufbau an und sorgt für einen rascheren Wundheilungsprozess.

 

Besonders im Sommer ist es sehr mühsam verletzt zu sein, da man diese Tage am liebsten im feuchten Nass verbringt, um sich von der Hitze zu erholen. Jedoch ist das Wasser in Swimming Pools und Schwimmbädern von Bakterien und Keimen angereichert, was für frische Wunden nicht von Vorteil ist. Das Wasser lässt die Haut rund um die Wunde aufquellen und Bakterien können leichter in den Wundkanal eindringen.

Daher ist es wichtig, wenn man Wunden mit Wasser in Verbindung bringt, dies nur in geschütztem Zustand zu machen. D.h. Wunden mit dafür vorgesehenen wasserdichten Pflastern abzudecken, die einen optimalen Schutz vor Wasser und Bakterien bilden.

Der tägliche Wechsel der Pflaster ist dabei entscheidend, vor allem wenn man damit im Schwimmbad war. Wasserfeste Pflaster sind meist sehr gut verträglich und atmungsaktiv, doch ist es aus hygienischen Gründen wichtig sie regelmäßig zu wechseln, das fördert auch den Wundheilungsprozess.

Es gibt also gute Nachrichten für alle, die im Sommer auf keinen Fall auf das Schwimmen im Freibad verzichten wollen, nicht mal einen Tag. Durch die Anwendung von wasserdichten Materialien können kleinere Wunden sehr gut vor bakteriellen Entzündungen etc. im Wasser geschützt werden und dem Badespaß steht nichts mehr im Wege…

 

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