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Alles über Prostata-Krebs

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Wird ein bösartiger Tumor an der männlichen Prostata bzw. Vorsteherdrüse diagnostiziert, so spricht man von einem Prostatakarzinom.

Wird ein bösartiger Tumor an der männlichen Prostata bzw. Vorsteherdrüse diagnostiziert, so spricht man von einem Prostatakarzinom. Dieses wird umgangssprachlich auch als Prostata-Krebs bezeichnet. Der Prostata-Krebs ist die häufigste Krebserkrankung bei den Männern. Durch die Früherkennung, die von vielen immer öfters wahrgenommen wird, wird der Krebs auch bereits im frühen Stadium entdeckt und kann somit leichter und effektiver behandelt werden. Warum und weshalb Prostata-Krebs entsteht, ist noch unklar. Fakt ist, dass vor allem erbliche Faktoren ein Risiko darstellen. Ist ein männlicher Blutsverwandter an Prostata-Krebs erkrankt, so erhöht sich das Risiko deutlich selbst an Krebs zu erkranken. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass "erblich vorbelastete" Männer früher zur Prostatauntersuchung gehen - beginnend ab dem 40. Lebensjahr. Statistisch gesehen sind Männer rund um das 70. Lebensjahr am häufigsten gefährdet an Prostata-Krebs zu erkranken. 

Prostata Krebs - Fakten

  • Fälschlich wurde behauptet, dass der Testosteronspiegel der Grund für die Prostata-Krebs Erkrankung sei. Dies wurde jedoch widerlegt. Als mögliche Ursache wird eine falsche Ernährung beschrieben. Männer, welche sich vitaminreich ernähren, erkranken seltener an Krebs als Personen, welche sich ungesund ernähren.
  • Das Hauptproblem am Prostata-Krebs ist die Tatsache, dass die Erkrankung zu Beginn eher beschwerdefrei auftritt. Somit wird die Erkrankung erst durch eine Routineuntersuchung im frühen Stadium erkannt; gibt es bereits Beschwerden, so spricht man von einer fortgeschrittenen Erkrankung. Patienten berichten immer wieder über Blutbeimengungen im Urin sowie Gewichtsverlust wie auch Rückenschmerzen.
  • Die Diagnose wird mittels einer Stanzbiopsie durchgeführt. Hier wird mittels der Hohlnadel eine Gewebeprobe entnommen, welche Aufschluss darüber gibt, ob der Patient an Krebs erkrankt ist oder nicht. Danach werden zur Sicherheit weitere, individuelle und unterschiedliche, Tests absolviert, welche Gewissheit bringen sollen. Nach der Feststellung, dass der Mann an einem Prostatakarzinom erkrankt ist, wird über die Therapie beraten.
  • Dem Patienten stehen neben der operativen Möglichkeit auch die Strahlentherapie, Chemotherapie als auch die Hormontherapie zur Verfügung. Die Art der Behandlung entscheidet schlussendlich der Arzt. Eine Behandlung ist notwendig, da bei der Nichtbeachtung der Erkrankung nach wenigen Jahren der Tod durch den Krebs eintritt.
  • Ab dem 45. Lebensjahr sollten Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen werden. Sollten naheliegende Verwandte an Krebs erkrankt sein, sollten die Voruntersuchungen bereits ab dem 40. Lebensjahr erfolgen, da so die Chance höher ist, bei einem tatsächlichen Befall den Krebs im Frühstadium zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren.

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