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Alzheimer - Welche Therapieformen gibt es?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Die Alzheimer Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung des Gehirns.

Die Alzheimer Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung des Gehirns und gehört zu den Demenzerkrankungen. 

Sie schreitet mit steigendem Alter langsam fort und kann schon ab dem 50. Lebensjahr auftreten, dies kommt allerdings eher selten vor. Der Verlauf dieser Erkrankung ist vorwiegend schleichend und es wird angenommen, dass gewisse Eiweißablagerungen im Gehirn die Ursache für sie sind. Diese schädlichen Eiweiße sollen die Kommunikation zwischen den Neuronen stören. 

Alzheimer zeigt sich anfänglich durch eine Gedächtnisschwäche, die jedoch mit der Zeit zunimmt. Häufig haben jene Personen auch Orientierungs- und Denkstörungen. Mit zunehmenden Verlauf führt Alzheimer zu einem gänzlichen Verlust der Urteilsfähigkeit und der Persönlichkeit.

  • Die Alzheimer Krankheit ist derzeitig nicht heilbar, es gibt jedoch Therapieformen die den Verlauf der Erkrankung verlangsamen können. 
  • Je früher Alzheimer erkannt wird umso besser sind die Therapiemöglichkeiten, den Fortschritt der Krankheit zu verzögern.

  1. Vorwiegend werden Medikamente eingesetzt um es zu ermöglichen, geistige Leistungsfähigkeiten und Alltagskompetenzen möglichst lange zu erhalten. Zusätzlich zu der medikamentösen Therapie, werden Physio- und Sprachtherapien eingesetzt. 
  2. Um handwerkliche- und künstlerische Fähigkeiten zu erhalten, sind unterschiedliche Beschäftigungstherapien sehr sinnvoll. Dabei wird der Betroffene auf einer nicht-verbalen und nicht-kognitiven Ebene angesprochen und wird durch spielerische und handwerkliche Tätigkeiten gefordert.
  3. Eine weitere nicht medikamentöse Therapieform mit positiven Auswirkungen, ist die Biographie-Arbeit. Um diese anwenden zu können, muss man die Lebensgeschichte des Betreuten kennen. Bei dieser Form der Therapie wird versucht, das Erinnerungsvermögen des Betroffenen zu trainieren und sie dient auch als Kommunikationsmittel. 
  4. Hierbei wird zum Beispiel mit der an Alzheimer erkrankten Person eine Lieblingsspeise gekocht. Es können auch unterschiedliche Tätigkeiten unternommen werden, die mit dem Leben des Betroffenen zu tun haben. 
  5. Dabei kann auch mit Gegenständen gearbeitet werden, beispielsweise mit Näh- oder Strickwerkzeug. So erinnert sich die Person an geliebte frühere Tätigkeiten und häufig leiten diese Gegenstände ein Gespräch ein. Sehr wichtig ist es bei diesen Behandlungen, dass die Person nicht überfordert wird.
  6. Ein weiteres Beispiel ist die Milieu Therapie. Dabei geht es um Die Gestaltung der Räume und einem geregeltem Tagesablauf. 
  7. Die betroffene Person soll sich in ihrer Umgebung wohl fühlen, der Wohnraum soll keine irritierende Wirkung auf den Betroffenen haben. Zu beachten sind, dezente Farbtöne, gut beleuchtete Räume und geregelte Essens-, Beschäftigungs- und Schlafzeiten.

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