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Angstzustände behandeln? - So kan man's schaffen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:11
Angstzustände sind kein Novum sondern betreffen immer mehr Menschen.
Die Kombination von Psychotherapie und Medikation wird meistens in der Therapie erfolgreich eingesetzt. 

Um Angstzustände zu behandeln muss vorab die Form der Angststörung festgestellt werden. Unterschieden wird nach:

  • Generalisierter Angststörung (allgemeine Angst unabhängig von bestimmten Situationen 
  • Panikstörung (plötzliche und unerwartete Angstattacke)
  • Phobie (Meidung von bestimmten Situationen, Objekten oder Aktivitäten)
  • lavierter Angststörung (körperliche Beschwerden durch Angstzustände)
  • Wie schnell und effektiv die Behandlung verläuft hängt nicht unwesentlich von der Mitarbeit der betroffenen Person ab. Dies gilt auch für die homöopathischen Methoden um Angstzustände zu behandeln.

Die Angst überwinden

Ein Ansatzpunkt der medikamentösen Therapie besteht in der Beeinflussung der gestörten Arbeitsweise der Nervenbotenstoffe. Ihr Gleichgewicht ist nicht mehr vorhanden bei Angstzuständen. 
SSRI, TZA und SNRI*** greifen in den Nervenstoffwechsel ein und unterbinden mehr oder weniger stark die Angstgefühle sind aber auch nicht frei von vielfältigen Nebenwirkungen. Diese können das Leben im Alltag negativ beeinflussen. 

Die homöopathische Therapie beruht auf dem Grundsatz: Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Ansichten, die wir von den Dingen haben. – Epiktet-

So setzt die Homöopathie zum Beispiel bei Panik und Angst mit innerer Unruhe auf Aconitum, bei Platzangst und Prüfungsangst auf Argentum nitricum und bei nächtlichen Angstanfällen auf Arsenicum album. Entscheidungsschwäche und Angst vor Krankheiten wird behandelt mit Calcium carbonicum, die Angst vor Tieren mit Causticum. Wer unter Trennungs- oder Zukunftsängsten leidet kann mit Lechesis behandelt werden. Wem alles über den Kopf wächst und somit Angst vor Überarbeitung hat liegt mit einer Nux vomica oder Sepia Behandlung richtig. Dagegen wird Angst vor der Dunkelheit und damit verbundene Schlafstörungen besser mit Phoshorus behandelt. 

Zusätzlich zu den medikamentösen Methoden der klassischen Schulmedizin oder der Homöopathie können Sie auch selber sehr viel Gutes für sich tun um Ihre Angstzustände zu behandeln. 
Erlernen Sie in entsprechenden Kursen spezielle Entspannungsübungen und setzen Sie Ihre Erwartungsängste herab. Dann können Sie sich bewusst werden, dass:

  • ein Auseinandersetzen mit der Angstsituationen Ihnen zunehmend Angst von der Seele nimmt
  • Angst nicht zur Katastrophe führen muss
  • Anstrengung, die zur Angst führt, auch abnehmen kann


Kenntnisse der Verhaltenstherapie sollten Sie in Ihr eigenes Verhalten integrieren. Dazu gehört, dass Sie Tag für Tag:

  • keine Angst erzeugenden Situationen bewusst meiden
  • beim Auftreten der Angst in dem Zustand verweilen und sich Zeit nehmen das Symptom abklingen zu lassen
  • wahrnehmen, was wirklich alles um Sie herum geschieht
  • sich über noch so kleine Erfolge freuen


Angstzustände behandeln? Es ist möglich! Sie sehen hier vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt. Diese signalisieren Ihnen, dass Sie selber viel für sich und gegen Ihre Angstzustände tun können. Machen Sie den ersten Schritt in die richtige Richtung. Sie werden mehr und mehr stolz auf sich sein.

***Antidepressiva wie Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) 
Trizyklische Antidepressiva (TZA) 
Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)

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