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Atherosklerotische Herzkrankheit: Führt sie zum Herzinfarkt?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Die atherosklerotische Herzkrankheit ist eine Erkrankung, bei der es durch eine Gefäßverkalkung der Gefäße ein Missverhältnis zwischen dem Sauerstoffangebot

Die atherosklerotische Herzkrankheit ist eine Erkrankung, bei der es durch eine Gefäßverkalkung der Gefäße ein Missverhältnis zwischen dem Sauerstoffangebot und dem Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels kommt. Sie wird auch Angina pectoris genannt. Die Herzkranzgefäße versorgen das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut. Doch was sind die Symptome und muss sie zwangsläufig zum Tod führen?

Das sollte man darüber wissen

Die Symptome

  • Sie macht sich bemerkbar durch Schmerzen oder ein Druckgefühl im mittleren Brustbereich. (Ausstrahlung oft in den linken Arm, Hals und sogar Unterkiefer)
  • Schmerzen werden als einengend, brennend, und in schweren Fällen auch als
  • lebensbedrohlich (Vernichtungsschmerz) empfunden.
  • Die Krankheit kann allerdings leider auch ohne vorherige Anzeichen direkt durch einen Herzinfarkt erfolgen.
  • Die Angina pectoris wird in die stabile Angina (sie lässt sich gut mit Medikamenten einstellen) und die instabile Angina pectoris eingeteilt. Bei der instabilen Form kommt es zu einem größeren Bedarf an Medikamenten und einem Auftreten der Beschwerden selbst bei Ruhephasen.
  • Oft wird die Angina pectoris auch durch eine spontane Verengung der Herzmuskelgefäße bei Kälte ausgelöst (Kälteangina).



Die Therapie

  • An erster Stelle steht die Beseitigung der Risikofaktoren damit es gar nicht zu einer Atherosklerotische Herzkrankheit kommt. Familiäre Vorbelastung, Alter, Stress, Ungesunde Ernährung und das Rauchen sind einige solcher Faktoren. Zuerst sollte man zur Vorbeugung auf das Rauchen verzichten und den Alkohol reduzieren.
  • Auch die Blutdrucksenkung kann durch salzarme Kost und Fettreduktion, sowie regelmäßigen Sport und Diät erzielt werden. Es sollte im Allgemeinen auf eine cholesterinarme Diät geachtet werden, denn erhöhte Cholesterinwerte sind ein erhebliches Risiko für alle Gefäßerkrankungen jeder Art. Besonders bei Diabetikern sind diese Maßnahmen wichtig, da sie ein erhöhtes Risiko gegenüber Nicht-Diabetikern haben.
  • Besteht eine sogenannte Fettstoffwechselstörung wird zuerst eine fettsenkende Therapie eingeleitet. Hier sind die ersten Maßnahmen eine fettarme Diät und viel körperliche Bewegung. Erreicht man dadurch trotzdem keine ausreichende Senkung der Cholesterinwerte, ist zusätzlich eine medikamentöse Behandlung erforderlich.
  • Damit die Sauerstoffausbeute des Herzens verbessert wird, stehen Medikamente wie Beta-Blocker, Nitrate und Calciumantagonisten zur Verfügung. Als letzte Möglichkeit werden Eingriffe in den Körper herangezogen. Dies wäre zum Beispiel der Versuch die verschlossene Arterie zu erweitern, mittels eines sogenannten Ballonkatheters. Dieser Eingriff wird als perkutane transluminale koronare Angioplastie bezeichnet.
  • Je nach Schwere der Verkalkung kann im Vorhinein über ein Abfräsen des Belages (Plaque), mit Hilfe eines Diamantbohrkopfes nachgedacht werden.
  • Eine weitere Möglichkeit sind die sogenannte Stent-Implantation. Hier wird ein Drahtgitter aus einem besonderen Material in die betroffene Region eingeführt und diese dadurch erweitert. Da dieses Gitter im Herzkranzgefäß bleibt, müssen jedoch auch Behandlungen zur Vorbeugung von Thrombosen durchgeführt.
  • Zu beachten ist jedoch auch, dass es nicht immer zum Herzinfarkt kommen muss und man selbst sehr viel in der Hand eigenen Hand hat. Die persönliche Lebensweise und Ernährung spielen hier eine wichtige Rolle, und können so vor dem Tod durch die heimtückische Krankheit bewahren. Man selbst ist für seine Gesundheit verantwortlich und kann bereits durch ein wenig Sport und gesunde Ernährung, viel bewirken!

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