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Baldrian - Wirkung und Anwendungsgebiet?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Heimisch in den Wäldern der gemäßigten Zonen Europas, Asiens, Amerikas sowie Afrikas.

Heimisch ist die krauartige, ca. einen halben bis einen Meter große Pflanze in den Wäldern der gemäßigten Zonen Europas, Asiens, Amerikas sowie Afrikas. In Mitteleuropa ist die Pflanze häufig an Weg- und Waldrändern zu finden. Sie hat gefiederter Blätter und weiße bis rosafarbene Blüten.

Seit dem Mittelalter hat sich vor allem die schlaffördernde und beruhigende Indikation des Baldrians durchgesetzt, welche inzwischen auch wissenschaftlich bewiesen ist. Die Wirkung beruht auf einer Veränderung der Erregungsübertragung und der Funktion von GABA-Rezeptoren.

Verwendet werden die Wurzel, welche Alkaloide, ätherische Öle und Valerensäure enthalten. Die getrocknete und zerkleinerte Baldrianwurzel kann mit Alkohol angesetzt als Tinktur oder als Pulver (auch in Tablettenform) eingenommen werden.

  • Baldrian erzeugt keine Abhängigkeit und greift im Gegensatz zu ähnlich wirkenden chemischen Mitteln mit nicht in den physiologischen Schlafrhythmus ein.
  • Baldrian sorgt für einen guten Schlaf, ohne Benommenheit und Katergefühl am nächsten Tag.

  1. Die beruhigende, muskelentspannende Wirkung des Baldrians entfaltet sich erst nach einiger Zeit ein, weswegen Baldrian über einen Zeitraum von mindestens 1-3 Wochen in einer hohen Dosierung eingenommen werden sollte. 
  2. Nebenwirkungen können Allergien oder eine paradoxe Wirkung sein. Diese äußert sich in Unruhe und Schlaflosigkeit und betrifft meistens ältere Menschen. 
  3. Kinder und Schwangere Frauen sollten aufgrund mangelnder Erfahrungswerte auf die Einnahme von Baldrian verzichten. 
  4. Auch auf das Bedienen von Maschinen und Autofahren sollte als Vorsichtsmaßnahme in den ersten zwei Stunden nach der Einnahme von Baldrian verzichtet werden.

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