Foto: Shutterstock.com

Bisphenol A - Eine Gefahr für unsere Gesundheit?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
Die Medienresonanz war gewaltig: Bisphenol A soll krebserregend sein!

Die Medienresonanz war gewaltig: Bisphenol A, eine an sich unscheinbare Verbindung aus Phenol und Aceton, wird für hormonelle Veränderungen im menschlichen Erbgut und für die Entstehung von Krebs verantwortlich gemacht.

Der Stoff Bisphenol A hat eine große wirtschaftliche Bedeutung als Ausgangsstoff für die Synthese verschiedener Kunststoffe auf der Basis von Polyestern oder Epoxidharzen. Als Weichmacher findet sich Bisphenol A auch in vielen Gegenständen des Alltags, man denke nur an Verpackungen von Lebensmitteln oder Getränken. In Epoxidharzen enthaltenes Bisphenol A dient als Beschichtung metallischer Behälter wie Konservendosen. Die Harze und Kunststoffe selber sind nicht gesundheitsschädlich, jedoch kann unter gewissen Umständen das enthaltene Bisphenol A austreten und in den Lebensmittelkreislauf gelangen. Erwärmen und der Kontakt mit Säuren, wie in Fruchtsäften enthalten, setzt den gebundenen Stoff frei.

  • Der Stoff wird von einigen Forschen für die zunehmende Unfruchtbarkeit der Männer verantwortlich gemacht. 
  • Auch Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und chronische Fettleibigkeit soll Bisphenol A auslösen. 
  • Der Stoff greift in die Gehirnentwicklung ein und sorgt in Tierversuchen für die Verweiblichung männlicher Versuchstiere.
  • Änhlich umstritten für die Gesundheit des Menschen sind künstliche Zuckerzusatzstoffe wie zum Beispiel Aspartam.

Wo steckt überall Bisphenol A drin?

  1. In Getränkedosen, Lebensmittelverpackungen, Kinderspielzeug, ja sogar auf Kassenbons findet sich der gefährliche Stoff. 
  2. Der Endverbraucher ist täglich einer Dosis ausgesetzt, die unter Umständen große Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben kann. 
  3. Gerade Kleinkinder sollten von Bisphenol A-haltigen Erzeugnissen ferngehalten werden. 
  4. Die Verwendung des Stoffes in Babyfläschchen wurde bereits verboten.


Wie vermeidet man den Kontakt?

  1. Ganz vermeiden lässt sich der Kontakt mit Bisphenol A leider nicht. 
  2. Jedoch kann durch den Verzicht auf Kunststoffprodukte und Verpackungen das Risiko schwerer Erkrankungen verringert werden.

Kommentare