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Blähungen - Was hilft gegen Darmwinde?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Flatulenz, von lateinisch flatus = Wind oder Blähung, bezeichnet das Entweichen von Darmgasen.

Flatulenz, von lateinisch flatus = Wind oder Blähung, bezeichnet die verstärkte Entwicklung von Gasen im Magen und Darm, wobei es zum Entweichen von Darmgasen kommen kann. Diese Flatulenzen sind bekanntlich mehr oder weniger übelriechend, da sie je nach Zusammensetzung aus Methan, Schwefelwasserstoff und anderen Gär- und Faulgasen bestehen. Übrigens: leise Fürze stinken in der Regel mehr als laute.

Bitte beachten

Wo kommen Blähungen her?

  • Der häufigste Grund ist eine falsche Ernährung. Übermäßiges und zu hastiges Essen kann der Auslöser sein. 
  • Nahrungsmittel wie Müsli, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse wie Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen) sind reich an unverdaulicher Rohfaser. 
  • Diese schwerverdaulichen Fasern werden im Darm von Bakterien zu Gasen zersetzt. Zudem begünstigen kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol und Kaffee Blähungen. 
  • Auch künstliche Süßstoffe wie Sorbit, Maltit, Xylit etc., wie sie in den "light" Softdrinks enthalten sind, können ab einer bestimmten Menge zu extremen Blähungen führen.
  • Bitte beachten sie jedoch, dass Blähungen auch durch Lebensmittelintoleranzen gegen Milchzucker, Fruchtzucker oder Gluten auftreten können. 
  • Die Verdauungsschwierigkeiten können auch ein Anzeichen für eine gestörte Darmflora, eine Pilzinfektion oder eine andere Erkrankung von Darm, Bauchspeicheldrüse oder Galle sein. 
  • Deswegen ist bei länger andauernden Beschwerden prinzipiell immer der Gang zum Mediziner zu empfehlen. Der Spezialsit für Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts ist der Gastroenterologe.

Blähungen vermeiden

  • Lassen sie sich bei täglich vermehrt auftretenden Darmwinde von ihrem Arzt untersuchen. Insbesondere, wenn neben den Blähungen Symptome, wie krampfartige Koliken und Schmerzen, Blut im Stuhl, Durchfall oder Verstopfung auftreten, kann es sich z.B. um das sogenannte Reizdarmsyndrom oder andere ernstzunehmende Krankheiten handeln.
  • Testen welche Lebensmittel nicht vertragen werden und vermeiden. Vermutete Intoleranzen wie z.B. Laktoseintoleranz vom Arzt durch speziell dafür entwickelte Tests abklären lassen.
  • Stellen sie ihre Ernährung um. Berücksichtigen sie ihre Unverträglichkeiten. Meiden sie insbesondere Produkte mit Zuckerersatzstoffen und in jedem Fall Gewürz-Fertigmischungen. Orientieren sie sich an den Richtlinien einer natürlichen basischen Ernährung.
  • Trinken sie außerhalb den Essenszeiten mindestens 2,5 Liter kohlensäurefreies Wasser oder verdauungsfördernde Tees mit Kümmel, Anis, Fenchel und Pfefferminze aus der Apotheke.
  • Und kümmern sie sich auch um ihren Stress und ihre Ängste! Kein anderes Organ reagiert so empfindlich auf Stress wie ihr Darm.

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