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Blutbild: Was ist der WBC-Wert?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Anhand des Blutbilds können Mediziner Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen ziehen. Erhält man eine Übersicht über sein Blutbild, weiß man mit den

Das Blut ist einer der wichtigsten Bestandteile unseres Körpers. Anhand des Blutbilds können Mediziner Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen ziehen. Erhält man eine Übersicht über sein Blutbild, weiß man mit den verschiedenen Abkürzungen oft nichts anzufangen. Daher werden im Folgenden der sogenannte WBC-Wert sowie seine Bedeutung erläutert.

Short Facts

  • WBC steht für White Blood Cells = weiße Blutkörperchen.
  • Der Normalwert liegt zwischen 4 und 10 Tsd./µl Blut.
  • Weiße Blutkörperchen werden im Knochenmark gebildet.
  • Sie sind ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems.
  • Ein zu hoher oder zu niedriger Wert weist auf eine Erkrankung hin.

WBC - wofür steht das?

  • WBC ist die englische Abkürzung für White Blood Cells. Übersetzt bedeutet das: weiße Blutkörperchen. Weiß deshalb, weil sie im Gegensatz zu den roten Blutkörperchen keinen Farbstoff in sich tragen. Der wissenschaftliche Name für die weißen Blutkörperchen ist Leukozyten.
  • Daher wird der Wert auch mit dem Kürzel LEUK abgekürzt. Er beschreibt die Konzentration der weißen Blutkörperchen im Blut. Die Einheit wird mit Tsd./µl angegeben.
  • Ein gesunder, erwachsener Mensch hat im Normalfall einen WBC-Wert zwischen 4 und 10. Bei Kindern liegt der Wert ein bisschen höher.

 

Entstehung und Aufgabe der weißen Blutkörperchen

  • Leukozyten werden im Knochenmark gebildet und anschließend weiter differenziert. Sie übernehmen im Körper eine wichtige Aufgabe: Sie sind Teil der Immunabwehr und erkennen bzw. bekämpfen Fremdkörper, wie z. B. Bakterien oder Viren.
  • Dabei sind sie mitverantwortlich für die Bildung von Antikörpern, die bei einer erneuten Infektion des Körpers mit dem gleichen Erreger einen Ausbruch der Krankheit verhindern können (=Immunität).

 

Bedeutung des WBC-Wertes

  • Versteht man, wie Leukozyten entstehen und was sie tun, fällt es leichter nachzuvollziehen, was Abweichungen vom WBC-Normwert bedeuten. Zeigt das Blutbild beispielsweise einen erhöhten Wert, ist das ein mögliches Anzeichen für eine Allergie. Dies ist eine Überreaktion des Körpers auf einen Fremdstoff und führt zu vermehrter Produktion von weißen Blutkörperchen.
  • Bei einem extrem erhöhten WBC-Wert kann es sich um Leukämie handeln. Bei dieser Erkrankung liegt eine Störung des Knochenmarks vor, bei der zu viele Leukozyten produziert werden.
  • Ein zu niedriger WBC-Wert dagegen ist meist Zeichen für eine Virusinfektion, wie z. B. Grippe, Masern oder Röteln. Man spricht von Leukopenie. Der Körper des Menschen ist dann äußerst geschwächt und braucht vor allem Ruhe und Erholung.
  • Oft ist ein niedriger WBC-Wert im Blut von Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, zu finden. Der Grund ist, dass bei dieser Behandlung neben den Krebszellen auch gesunde, weiße Blutkörperchen abgetötet werden.

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