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Bluthochdruck erkennen? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Hoher Blutdruck tut nicht weh, aber dennoch ist er gefährlich.
Mittlerweile kann jeder seinen Blutdruck in Apotheken messen lassen. Jetzt haben sich Apothekerverbände und Ärzte auf Blutdruckwerte geeinigt, bei denen Apotheker Menschen an Ärzte verweisen sollen. Werden die Werte von 140 zu 90 mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule) bei Messungen in Apotheken überschritten, sollten die Betroffenen in absehbarer Zeit zum Arzt gehen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände mit. Auch für Diabetiker und Menschen mit Nieren- oder Herzerkrankungen gelten neue Grenzwerte.

  • Regelmäiges messen ist sehr wichtig auch zu niedriger Blutdruck ist ungesund

  • Es gibt preiwerte elektriche Blutdruckmeßgeräte, man bekommt Sie nicht nur in Apotheken und Drogerien, auch in große Discounter sind diese schon zu haben.

Zur Blutwertkontrolle in die Apotheke

  1. Die oben genannten Grenzwerte gelten bereits als Richtschnur für Ärzte. Neu ist, dass sich jetzt erstmals zwei große Verbände, die Bundesvereinigung der Apotheker und die Fachgesellschaft Deutsche Hochdruckliga, gemeinsam auf diese Kriterien verständigt haben. 
  2. Denn viele Menschen mit Blutdruckproblemen lassen ihre Werte statt in Praxen regelmäßig in Apotheken kontrollieren.

Neue Grenzwerte für Diabetiker

  1. Die Verbände bestimmten zudem, dass für Diabetiker und Patienten mit Nieren- und Herzerkrankungen niedrigere Grenzwerte von 130 und 85 gelten sollen. 
  2. In Deutschland haben nach Angaben der Deutschen Apothekerverbände etwa 30 Millionen Menschen zu hohe Blutdruckwerte. 50 Prozent der Betroffenen wissen davon allerdings nichts.

Regelmäßige Kontrollen

  1. Bluthochdruck verursacht nahezu keine Beschwerden und gehört dennoch zu den größten Gefahren fürs Herz. 
  2. Wird er nicht behandelt, drohen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden - und schlimmstenfalls der Tod. 
  3. So sinkt die Lebenserwartung bei unbehandelter Hypertonie statistisch gesehen um elf Jahre. 
  4. Vor allem Menschen über 45 Jahren, Patienten mit Diabetes oder Fettstoffwechsel-Erkrankungen und Übergewichtige sollten regelmäßig ihren Blutdruck kontrollieren lassen. 
  5.  Übergewichtige können bereits durch gesunden Lebensstil ihren Blutdruck senken.

Welcher Druck normal ist

  1. Und ab wann gilt der Blutdruck als zu hoch? Eine einmalige Messung gibt hier wenig Aufschluss. "Falls Ihr Arzt erhöhte Werte feststellt, sollten drei standardisierte Messungen in Ruhe erfolgen“, sagt Professor Hermann Haller, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. 
  2. Erst wenn alle drei Messungen Werte über 140/90 mmHg ergeben, liegt ein behandlungsbedürftiger Bluthochdruck vor. Dieser wird in Absprache mit dem Arzt medikamentös behandelt.

Getreide und Obst senken Blutdruck

  1. Nicht immer müssen gleich Medikamente verordnet werden. So senkt etwa eine kaliumreiche und natriumarme Ernährungsweise den Blutdruck. 
  2. Kalium kommt besonders in Bananen, Gemüse, Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Reis und Getreideprodukten vor. 
  3. Diese pflanzliche Nahrungsmittel sind zudem äußerst natriumarm. Beim Mineralwasser sollten Bluthochdruckpatienten darauf achten, dass diese weniger als 100 mg Natrium pro Liter enthalten. 
  4. Empfehlenswert ist auch eine ballaststoffreiche Ernährung. Dazu zählen etwa Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse und Obst.

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