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Blutung stoppen? - So gelingt es Ihnen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Um Wunden zu versorgen, sollten Sie am Besten steriles Verbandsmaterial verwenden.

Bei blutenden Wunden ist Eile und Sorgfalt geboten. Wunden sollten stets keimfrei bedeckt werden, damit die Möglichkeit einer Entzündung minimiert wird. Sie sollten auf gar keinen Fall die Wunde mit Ihrer bloßen Hand berühren. Verwenden Sie die Einmal-Handschuhe (Aidshandschuhe). Achten Sie darauf, dass keine Fremdkörper von den Verbandsmaterialien tiefer in die Wunde gedrückt werden. Es gibt verschiedene Versorgungsarten von Wunden. Hierbei kommt es drauf an, wie stark die Blutung ist. Bei sehr massiver Blutung sollten Sie auf jeden Fall einen Druckverband anbringen, damit die Gefahr der Verblutung gebannt ist. Leicht blutende Wunden können mit einem Wundverband sowie einem Pflaster versorgt werden.

Wichtig bei offenen Wunden ist es:

  • Diese stets keimfrei zu bedecken
  • Beim Anblick von Blut ruhig bleiben, das beruhigt auch den Patienten
  • Nicht mit bloßer Hand in die Wunde greifen
  • Nicht mit Wasser auswaschen
  • Keine Puder, Salben, Cremes verwenden
  • Fremdkörper, in der Wunde lassen und vorsichtig ohne Druck dieser verbinden
  • Bei starken Wunden den Notruf absetzen (112)

 

Notruf:

  • Was passiert ist?
  • Welche Art von Verletzungen?
  • Wie viel Verletzte?
  • Wo es passiert ist?
  • Warten auf Rückfragen

Diese Fragen sollten Sie beantworten, wenn Sie einen Notruf absetzen. Achten Sie darauf, dass das Notrufgespräch von der Leitstelle beendet wird.

Verbandsmaterial:

  • Verbandspäckchen
  • Mullbinde mit Kompressor bzw. Wundauflagen
  • Pflaster
  • Schere
  • gegebenenfalls ein Dreiecktuch

So versorgen Sie eine Wunde:

Bei einer sehr starken Blutung kommt es drauf an, dass Sie schnellstmöglich Hilfe leisten. Hierfür empfiehlt es sich, einen Druckverband anzulegen, am Besten benutzen Sie für den Druckverband ein Verbandpäckchen sowie eine Mullbinde.

  1. Am Verletzten packen Sie das Verbandspäckchen aus und achten darauf, dass Sie mit Ihren Fingern nicht die Wundauflage berühren.
  2. Nun legen Sie schnell die Wundauflage auf die Wunde und geben 2-3 Bindengänge (dreimal wickeln) um die Wunde.
  3. Nun legen Sie auf die Wundauflage eine Mullbinde (diese musst unbedingt verpackt bleiben).
  4. Sie wickeln weiter Ihre Verbandspäckchen über die Mullbinde, dies soll immer um ein und denselben Punkt passieren. Das sollten Sie so lange weiter durchführen, bis die Binde vom Verbandspäckchen fast aufgebraucht ist.
  5. Nun verschließen Sie den Druckverband mit einer Schleife. Sie nehmen den Rest des Verbandspäckchens, halten es fest und geben den Rest in die entgegengesetzte Richtung (wie Sie gewickelt haben) zurück. Nun haben Sie zwei Enden und können so auf der Mullbinde einen Knoten anbringen.
  6. Ziehen Sie ruhig fest an, damit die Blutung zum Stehen kommt.
  7. Sollte die Wunde weiter bluten, öffnen Sie den Druckverband nicht, sondern wickeln einen zweiten darauf. Dabei empfiehlt es sich, etwas fester zu wickeln, damit danach die Blutung zum Stehen kommt.

Bei stark blutenden Wunden ist es erforderlich, schnellstmöglich die nächsten Arzt aufzusuchen oder den Notruf (112) abzusetzen. Dies ist dann erforderlich, wenn die verletzte Person Probleme mit ihrem Kreislauf bekommt oder sogar bewusstlos wird.

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