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Botox Nebenwirkungen - Was kann man erwarten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:10
Botox ist das weltweit am meisten verwendete Mittel, dass bei der Faltentherapie eingesetzt wird.
Der Wirkstoff des Präparates heißt Botulinumtoxin.

  • Beim Botulinumtoxin handelt es sich um einen Giftstoff, der vom Bakterium Clostridium Botulinum produziert wird und die Ursache der neurologischen Erkrankung Botulismus ist. 
  • Natürlich wird es in seiner pharmakologischen Anwendung so sehr verdünnt, dass Botulismus ausgeschlossen ist. 

Die Nebenwirkungen von Botox

  • Nach der Faltenbehandlung kann Botox einige Nebenwirkungen hervorrufen, die aber meist harmlos sind. Am häufigsten wird über Kopfschmerzen geklagt, die etwa drei bis vier Tage anhalten. Ebenfalls relativ häufig sind grippeähnliche Symptome. Diese treten meist am Tag der Therapie auf und sind am nächsten Tag wieder verschwunden. Eine allergische Reaktion auf das Medikament ist möglich aber relativ selten.
  • Es ist logisch, dass durch eine Behandlung mit Botox Nebenwirkungen hervorgerufen werden können, die bei jeder Injektionsbehandlung auftreten können. Zu diesen gehören lokale Rötungen, ödematöse Schwellungen und kleine Blutergüsse.
  • Um die restlichen unerwünschten Wirkungen von Botox zu verstehen, muss erst der Wirkmechanismus bekannt sein. Botulinumtoxin schwächt die Muskelbewegung. Wer zum Beispiel die Stirn nicht runzeln kann, hat auch keine Stirnfalten. 
  • So können bei einer Behandlung mit Botox Nebenwirkungen auftreten, die durch die beeinträchtigte Beweglichkeit der Gesichtsmuskulatur hervorgerufen werden. So kann es zum Beispiel zur Blepharoptose (Unfähigkeit das Auge vollständig zu öffnen), oder zum Lagophthalmus (Unfähigkeit das Auge vollständig zu schließen) kommen. Diese unerwünschten Wirkungen sind sehr selten und vollständig reversibel. 
  • Die kosmetischen Ergebnisse von Botox sind gut und halten etwa sechs Monate an. Nach dieser Zeit ist die Beweglichkeit der Muskeln wiederhergestellt, die durch die Beweglichkeitseinschränkung eventuell hervorgerufenen Nebenwirkungen verschwunden und die Falten wieder sichtbar.
  • Abgesehen davon, dass Botox Nebenwirkungen hervorruft, die sehr selten und reversibel sind, sollte ein anderes Problem angesprochen werden. Botox ist ein Medikament gegen Erkrankungen, die mit Muskelkontraktionen einhergehen. 
  • Eine häufige Wiederholung der Botoxinjektionen kann dazu führen, dass der Körper Antikörper gegen den Wirkstoff entwickelt und ihn somit unwirksam macht. 
  • Stellt Euch mal Folgendes vor: Ihr habt mehrmals Eure Falten mit Botox behandelt, Euer Körper hat Antikörper entwickelt, Ihr erkrankt, braucht Botox zur Therapie und es ist wirkungslos. Das sollte eigentlich der Hauptgrund sein, sich vorher gut zu überlegen ob und vor allem wie oft Ihr Euch einer Behandlung unterzieht.

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