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Chlamydieninfektion - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Die Chlamydieninfektion ist eine Geschlechtskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird.
Sie zählt heute zu den vorherrschendsten Infektionskrankheiten.

Ansteckung
Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr kann man sich mit Chlamydien infizieren. Auch bei der Geburt eines Kindes können die Erreger an das Neugeborene weitergegeben werden. Durch Küsse oder einer gemeinsamen Toilettenbenutzung besteht keine Infektionsgefahr.

Symptome
In 75% aller Infektionen verläuft eine Chlamydienerkrankung symptomfrei und bleibt häufig unerkannt. Weitere Anzeichen können sein:

Bei Frauen:

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • leichte Harnröhrenentzündung
  • gelblichgrüner Ausfluss
  • Fieber und Unterbauchschmerzen (bei einer Infektion der Eierstöcke)


Bei Männern:

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • eitriger Ausfluss
  • Harnröhrenentzündung
  • Jucken im Harnröhrenbereich
  • starker Harndrang

Unbehandelt kann eine Chlamydieninfektion zu folgenden Erkrankungen führen:

  • Unfruchtbarkeit (betrifft Männer und Frauen)
  • Erblindung
  • Früh-/Fehlgeburt
  • Bindehautentzündung (bei Neugeborenen)
  • Lungenentzündung (bei Neugeborenen)
  • Eileiterentzündung
  • Eierstockentzündung
  • Perihepatitis (Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom)
  • Bauchhöhlenschwangerschaft
  • Entzündung der Vorsteherdrüse (bei Männern)
  • Entzündung der Nebenhoden (bei Männern)

  1. Die Behandlung einer Chlamydieninfektion ist denkbar einfach und wird mit Antibiotika durchgeführt. 
  2. Der Partner sollte dabei immer mitbehandelt werden, um eine gegenseitige Ansteckung und somit eine fortwährende Neuinfektion zu verhindern.
  3. Das Antibiotika sollte über einen längeren Zeitraum eingenommen werden
  4. Ein erneuter Labortest sollte gemacht werden, um sicherzugehen, dass auch alle Bakterien getötet und die Infektion somit beseitigt ist.
  5. Eine Unverträglichkeit oder Resistenz auf das Antibiotika ist nicht auszuschließen. Desweiteren können sich in Darm und Scheide Candida albicans (Pilze) ansiedeln, gegen die aber wieder mit Medikamenten vorgegangen werden kann und muss.
  6. Bei frühzeitiger Behandlung können dank des großen Spektrums an Antibiotika, Spätfolgen weitgehend ausgeschlossen werden.
  7. Um eine Ansteckung mit Chlamydien zu verhindern, sollte beim Geschlechtsverkehr grundsätzlich mit Kondom verhütet werden. Beim Wechsel zwischen vaginal und anal sollte auch das Kondom gewechselt werden. 
  8. Nach dem Geschlechtsverkehr sollten die Genitalien gewaschen werden.

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