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Chronisches Erschöpfungssyndrom: Immer müde und erschöpft - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:56
Was tun, wenn man nicht mehr kann?

Das Krankheitsbild des chronischen Erschöpfungssyndroms gibt es in Deutschland noch nicht allzu lange, dennoch leiden von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen an dieser Krankheit. Welche Symptome mit ihr einhergehen und was du dagegen tun kannst, kannst in folgendem Beitrag lesen.

  • Das chronische Erschöpfungssyndrom trägt auch den Namen "Chronic Fatigue Syndrome" oder kurz "CFM". Es wird aber auch als Fatigue bezeichnet.
  • Ursachen und Auslöser der Krankheit sind bei Experten immer noch nicht genau nachgewiesen. Es kommen andauernder Stress, Immunfehlfunktionen, hormonelle Ungleichgewichte oder Viren sein. Bei Krebserkrankungen kann Fatigue als Nebenerkrankung auftreten.
  • Auch wenn viele die Krankheit im ersten Moment nicht ersnt nehmen, wenn du befürchtest unter ihr zu leiden, so geh zum Arzt! Schnelle Hilfe ist wichtig, dass die Symptome nicht schlimmer werden.
  • Solltest du jemanden kennen, der unter CFM leiden könnte, so rate ihm zum Arztbesuch, oft können Außenstehende die Probleme besser einschätzen.

  • ärztliche Hilfe
  • Freunde und Verwandte, denen du voll vertraust und die für dich da sind
  • Geduld, die Heilung kann andauern

Symptome, die beim chronischen Erschöpfungssyndrom auftreten:

  1. Das wichtigste Symptom ist die andauernde Müdigkeit, die durch Schlaf nicht gebessert wird. Der Patient leidet mindestens 6 Monate unter ihr, wodurch sein Leistungsvermögen um mehr als die Hälfte reduziert wird. Die Müdigkeit findet keine körperlichen oder psychischen Ursachen.
  2. Die anderen Symptome sind weitere Anzeichen für CFM, die zwar auftreten können, es aber nicht unbedingt müssen. Dazu gehören leichtes Fieber oder Schüttelfrost, Kopf- oder/und Halsschmerzen, Schlafstörungen, Vergesslichkeit oder Reizbarkeit.
  3. Dagegen liegt kein CFM vor, wenn du an einer Autoimmunerkrankung leidest, die für die genannten Symptome sorgt, oder andere Krankheiten hast, wie etwa Boreliose, Tuberkulose oder du an Krebs erkrankt bist.

Solltest du den Verdacht hegen, an CFM erkrankt zu sein:

  1. Leider gibt es kein spezielle Verfahren beim Arzt, dass dir eine 100% Diagnose verschafft.
  2. Der Arzt wird dich genau befragen und anschließend verschiedene Untersuchungen durchführen.
  3. Zu diesen zählen Ultraschall, Bluttests, oder auch die Beurteilung von Schleimhäuten, Reflexen und Muskelspannungen.

Maßnahmen gegen die Krankheit:

  1. Dein Arzt wird dir nach der Untersuchung einige "Hilfen" vorstellen.
  2. Einige Symptome, wie etwa Kopfschmerzen, können mit Arznei behandelt werden.
  3. Bei vielen Betroffenen wird eine Psychotherapie vorgeschlagen, jedoch nicht bei allen.
  4. In neuren Studien zeigt sich, dass die Krankheit durch Sport gemildert werden kann.
  5. Auch eine Verhaltenstherapie zeigt positive Erfolge.
  6. Wichtig ist auch, dass du dir ein soziales Umfeld aufbaust, dass dich trägt. Du solltest Stress und Probleme in der Krankheitsphase äußerst meiden und dich mit Personen umgeben, die dich verstehen und dir helfen wollen.
  7. Da es kein anerkanntes Heilmittel gibt, müssen verschiedene Dinge kombiniert werden, um Erfolg zu zeigen. Du solltest keinesfalls ungeduldig sein. Zwar dauert die Therapie sehr lange, aber eine Heilung ist definitiv nicht ausgeschlossen.

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