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Letztes Update am 22.07.2015, 11:23
Aluminium in Deos steht in Verdacht, die Gesundheit zu schädigen. Experten klären auf.

Laut einer aktuellen Prognose der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen im Jahr 2030 mehr als 21 Millionen Menschen weltweit an Tumoren erkranken. Seit geraumer Zeit werden dafür oftmals auch Kosmetika und im Speziellen die darin enthaltenen Aluminiumsalze verantwortlich gemacht. Experten aber geben Entwarnung.

Widersprüchliche Haltungen

Es ist heiss, man schwitzt und ein unangenehmer Geruch entsteht - ein Szenario, das viele Menschen meiden wollen. Möglich wird das durch sogenannte Anti-Transpirante, also eine Form der Deodorants, die den Schweissfluss eindämmen. Um das möglich zu machen, werden bei der Produktion der Kosmetikartikel Aluminiumsalze eingesetzt. Seit einiger Zeit wird nun darüber diskutiert, ob diese Salze möglicherweise Brustkrebs auslösen können und selbst Experten sind sich in dieser Angelegenheit oftmals uneins. Fakt ist, dass Aluminium nicht nur in Kosmetika, sondern auch in unserem Essen vorkommt - und zwar in wesentlich höheren Dosen, als es etwa im Deo der Fall ist. Wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit erklärt, ist eine wöchentliche Aufnahmemenge von einem Milligramm des Metalls pro Kilogramm Körpergewicht absolut unbedenklich. Weil die Aluminiummenge in Anti-Transpiranten sehr gering ist, werden diese von der Behörde als ungefährlich eingestuft. Nach der Rasur raten Experten allerdings dazu, aluminiumfreie Mittel aufzutragen, denn zu diesem Zeitpunkt kann eine grössere Menge des Metalls in den Körper eindringen.

Unsicherheit bleibt

Aber nicht nur Krebs, sondern auch Demenz soll von den Aluminiumsalzen begünstigt werden, lautete eine weitere Vermutung. Auch hier gaben mehrere Behörden, darunter etwa das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung, Entwarnung: Ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Metall konnte in angestellten Studien nicht nachgewiesen werden. Trotz der Aufklärung durch die Wissenschaft bleiben viele Konsumenten skeptisch und verunsichert. „Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auf Aluminium in Deo verzichten. Es gibt Alternativen“, rät daher Christian Wagner-Ahlfs von der Verbraucherzeitschrift „Gute Pillen - schlechte Pillen“ und verweist auf eine grosse Vielfalt an aluminiumfreien Produkten, die auch schon am heimischen Markt verfügbar sind.

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