Drucken
Letztes Update am 27.11.2014, 12:22
Wer kennt folgende Situation nicht: Schweren Herzens taumelt man aus dem kuscheligen, warmen Bett während man sich auf einen kalten, ungemütlichen Tag einstellt. Der einzige Lichtblick, den der Tag zu bieten scheint, ist der Gedanke daran sich abends wieder die Decke über den Kopf ziehen zu können. Im Durchschnitt verschlafen wir ein Drittel unseres Lebens - und das ist auch gut so. Schlaf ist nämlich auf psychischer sowie physischerer Ebene sehr wichtig für uns.

Stoffwechsel und Körpergewicht

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen mit weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht zum Übergewicht neigen. Der Grund dafür sei, dass Schlafmangel die Hormonbalance durcheinander bringt und dadurch der Appetit angeregt wird. Daher sollte man gerade bei einer Diät darauf achten, immer ausreichend Schlaf zu bekommen.

Lern- und Erinnerungsvermögen

Schlafen hilft dem Gehirn neue Informationen ins Gedächtnis zu übertragen. Das Gehirn arbeitet auf Hochtouren und verarbeitet und vernetzt alle am Tag gewonnen Eindrücke, Gefühle und Sinneswahrnehmungen. Daher sind die Traum- und Tiefschlafphase so wichtig für unser Gedächtnis. So zeigen Studien, dass Personen, die nach dem Lernen schlafen gingen, bei späteren Tests deutlich besser abschnitten als andere.

Stimmung

Jeder kennt das: Hat man schlecht oder zu wenig geschlafen ist man am nächsten Tag reizbar, ungeduldig und launisch. Denn der Schlaf hat einen großen Einfluss auf die Hormone in unserem Körper. (z.B. Serotonin) Auf Dauer können Schlafstörungen und zu wenig Serotonin Zufuhr sogar zu Depressionen führen.

Herzgesundheit

Herzinfarkte und Schlaganfälle ereignen sich häufig am frühen Morgen. Dies erklärt sich z.T. durch den Einfluss, den Schlaf auf die Blutzirkulation hat. Schlafmangel wirkt sich negativ auf den Blutdruck und den Cholesterinspiegel aus, weshalb das Risiko von Herzproblemen und Schlaganfall zunimmt. Um dem vorzubeugen sind zwischen sieben und neun Stunden Schlaf ratsam.

Sicherheit

Zu wenig Nachtschlaf erhöht die Tagesmüdigkeit und birgt daher einige Risiken. „Blackouts“ oder ein Sekundenschlaf können Folgen sein, die zu Unfällen im Straßenverkehr oder Fehlern bei der Arbeit (besonders kritisch bei Ärzten) führen können.

Stress Reduktion

Leidet der Körper unter Schlafmangel, steht er automatisch unter Stress. Der Körper versetzt sich in Alarmbereitschaft, was zu Bluthochdruck und die Produktion von Stresshormonen führt. Um diesem Stress entgegenzuwirken oder vorzubeugen sollten Entspannungs- und/oder Einschlaftechniken ausprobiert werden.  

Schlaftypen

Nun die Frage der Fragen...Wie viel Schlaf ist nun notwendig? Das kann nicht pauschal beantwortet werden, denn es ist von Mensch zu Mensch verschieden. Hier unterscheide sich vier Schlaftypen:

 

Die Lerche

Lerchen sind Frühaufsteher und eindeutige Morgenmenschen und leben frei nach dem Motto „Morgenstund hat Gold im Mund.“ Sie stehen am liebsten mit dem ersten Krähen des Hahns auf. Während viele andere noch im Land der Träume schlummern, haben sie schon früh morgens einige wichtige Erledigungen getätigt. Um dafür genügend Energie zu haben, gehen Lerchen abends recht frühzeitig ins Bett.

 

Die Eule

Die Lebensgeister der Eule erwacht erst mit Einbruch der Dämmerung so richtig. Ob Lesen eines fesselnden Buches oder Feiern bis zum Morgengrauen – keine besondere Anstrengung für die (Nacht) Eule. Muss sie jedoch mal früh raus, quittiert sie das meist mit schlechter Laune.

 

Der Kurzschläfer

Kurzschläfer benötigen lediglich vier bis sechs Stunden Schlaf und fühlen sich trotz der kurzen Schlafdauer tagsüber sehr fit und leistungsfähig.

 

Der Langschläfer

Langschläfer sind fast rund um die Uhr im Bett anzutreffen. Erst nach ca. 10 Stunden Schlaf sind sie so richtig leistungsfähig.  

Fazit

Zu welchem Typus man angehört, entscheiden einzig und alleine die Gene. Am besten ist es diese zu akzeptieren und dementsprechend genügend Zeit für den Schlaf einzuräumen. Denn aus einem Morgenmenschen lässt sich nicht so einfach ein Nachtmensch machen, oder umgekehrt. Die individuelle Schlafgewohnheiten sagen übrigens auch nichts über die Leistungsfähigkeit des Menschen aus. Albert Einstein soll angeblich täglich bis zu 14 Stunden Schlaf benötigt haben und revolutionierte, in den verbliebenen 10 Stunden,die Welt mit seiner Relativitätstheorie.  

Kommentare