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Deshalb beeinträchtigt heißes Wetter den Kreislauf

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Wissenschaftlich fundiert ist die Tatsache, dass heißes und schwüles Wetter den menschlichen Kreislauf beeinträchtigt.
Die Statistik besagt hierbei jedoch, dass besonders Frauen und auch ältere Menschen bei Hitze und Schwülen zu Kreislaufbeschwerden neigen, die mitunter so gravierend werden können, dass der Rettungsdienst gerufen werden muss, da die Patienten auf der Straße zusammenbrechen.

Hitze und Schwüle können krank machen

Hitze und Schwüle wirken direkt auf das sogenannte vegetative Nervensystem des Menschen. Vor allem bei Frauen und älteren Menschen reagiert das vegetative System teilweise hochempfindlich auf heißes Wetter, indem es bereits geringste Schwankungen von Temperatur und Luftdruck registriert und auf diese Schwankungen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfungszuständen, Arbeitsunlust sowie Konzentrations- und Schlafstörungen reagiert. Besonders schlimm unter Hitze und Schwüle leiden allerdings diejenigen Menschen, bei denen bereits bestehende Krankheitssymptome durch heißes Wetter noch einmal deutlich verstärkt werden. Dies sind Patienten mit chronischen Herzbeschwerden, mit Arteriosklerose oder Rheuma. Heißes Wetter bewirkt allerdings auch, dass alte und längst verheilte Verletzungen, so beispielsweise Knochenbrüche, erneut zu schmerzen beginnen.

Unmittelbare körperliche Veränderungen bei heißem Wetter

Während sich bei kalter Witterung die Adern und Venen im menschlichen Körper verengen und der Blutdruck steigt, tritt bei anhaltend heißem Wetter ein gegenteiliger Effekt ein. Die Adern und Venen erweitern sich, so dass besonders mit niedrigem Blutdruck auf heißes Wetter unverzüglich mit Kopfschmerzen und Schwindel reagieren. Die Beschwerden können sogar bis zu einem regelrechten Kreislaufzusammenbruch führen. Der Grund hierfür liegt in der Notwendigkeit, dass das Herz in derselben Zeit wesentlich mehr Blut durch die erweiterten Gefäße pumpen muss, als im Normalfall und bei kühler Witterung. Wer also unter zu hohem Blutdruck leidet, kann im Allgemeinen heißes Wetter und drückende Schwüle wesentlich besser körperlich verkraften, als Menschen mit zu niedrigem Blutdruck. Menschen, die unter Arteriosklerose leiden und ältere Menschen reagieren auf heißes und schwüles Wetter oft mit körperlichen Schmerzen von unterschiedlicher Stärke. Es gibt zahlreiche Rezeptoren an den menschlichen Blutgefäßen, die das heiße Wetter und die Schwüle deutlich registrieren und die letztendlich dazu beitragen, dass der Kreislauf bei heißem Wetter durcheinander kommt und möglicherweise sogar gelegentlich kollabiert.

 

Auch wird vermutet, dass es besonders viele und sehr winzige Sensoren im Bereich der menschlichen Halsschlagader gibt. Diese Sensoren, die vermutlich für die Regulation von Blutdruck und Kreislauf verantwortlich sind, reagieren besonders heftig und intensiv auf heißes und schwüles Wetter. Forschungen haben zwar ergeben, dass der menschliche Organismus zumindest theoretisch dazu in der Lage ist, sogar Temperaturschwankungen von bis zu 20 Grad Celsius zu verkraften. Dennoch reagieren die meisten Menschen,bereits mit diversen körperlichen Problemen, sofern die Lufttemperatur auf Werte von über 25 Grad Celsius ansteigt. Aber nicht nur brütende Hitze und Schwüle können in drückend heißen Sommern zu komplexen und teilweise gravierenden Beschwerden führen, sondern auch Staub und Ozon.

 

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