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Diagnose Borreliose - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Die Krankheit Borreliose ist schon seit über 100 Jahren bekannt.
Erst im Jahr 1982 wurde erkannt, dass Bakterien die Krankheit auslösen. Die Erreger werden Borrelien genannt und ihr Lebensraum ist im Darm einer Zecke, welche im Volksmund auch Holzbock genannt wird. In Deutschland und Österreich ist die Population sehr unterschiedlich und es besteht für dich in den südlichen Bundesländern in der Bundesrepublik und in ganz Österreich eine höhere Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden.

  • Die Meinung, dass dich Zecken von einem Baum anspringen oder sich fallen lassen, ist falsch. Erst wenn du mit kurzen Hosen über eine Wiese läufst, können die Zecken an das Bein gelangen. 
  • Die Tiere suchen sich am Körper eine geschützte Stelle und saugen sich dann fest. Dir kann es durchaus passieren, dass du den Biss gar nicht bemerkst. Hat sich das Tier mit Blut gesättigt, fällt es alleine wieder ab. 
  • Nicht alle Zecken haben die gefährlichen Borrelien im Körper. Sollte doch ein Biss mit den Bakterien bei dir erfolgt sein, kann nach mehreren Tagen oder Wochen an der Einstichstelle eine kreisförmige Rötung der Haut beobachtet werden. (sogenannte Wanderröte)
  • Diese Animalität auf der Haut wird oft als kleiner Stich von einer Mücke angesehen. Aufgrund des diffusen Verlaufes der Beschwerden wird die Krankheit oftmals sehr spät erkannt. 
  • Übrigens ist die Krankheit von Mensch zu Mensch nicht übertragbar.

  1. Im weiteren Verlauf treten starke Schmerzen auf und kann zu der gefürchteten Hirnhautentzündung kommen. (falls kein FSME Impfschutz vorhanden) 
  2. Auch Herzbeschwerden wurden bei einigen Patienten festgestellt. Häufig kommt es bei den Betroffenen zu starke Schmerzen in den Gelenken zu verzeichnen.
  3. Eine Behandlung der Borreliose erfolgt mit Antibiotika. 
  4. Je eher bei dir die Krankheit erkannt wird, um so großer sind die Chancen einer guten Heilung. 
  5. Im späteren Stadium ist die Sache schwieriger und oftmals mit einem längeren Krankenhausaufenthalt verbunden. 
  6. Es besteht hierbei die Gefahr, dass der Patient unter bleibenden Schäden zu leiden hat. Leider gibt es für diese Art der Erkrankung keine Impfung im Gegensatz zur FSME.
  7. Der beste Schutz vor Zecken ist das Tragen langer Hosen. Nach einem Waldspaziergang sollte der Körper nach diesen Tierchen abgesucht werden. 
  8. Hat sich eine Zecke festgesaugt, kannst du diese Tiere am Besten mit einer Zeckenzange entfernen. Fast jeder Besitzer von Hund oder Katze besitzt so eine Zange. 
  9. Auch über Hund oder Katze können Zecken auf den Menschen gelangen, deshalb sind die Tiere nach dem Freigang entsprechend zu untersuchen.

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