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Die Alarmsignale einer Winterdepression erkennen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Wenn der Winter vor der Tür steht und die Tage kürzer werden, vermissen wir oft die Wärme und die Helligkeit der Sonne.
So trüb das Wetter, so trüb ist dann auch oft die Stimmung. Viele Menschen jedoch verfallen so stark in eine schlechte Stimmung, dass es gesundheitlich bedenklich wird. Hier kann es sich dann auch um eine sogenannte Winterdepression handeln. Jedoch nur, wenn die Beschwerden dauerhaft sind. Treten die Beschwerden nur ab und an für kurze Zeit auf, kann es sich einfach auch nur um eine Verstimmung handeln, die durchaus während der trüben Jahreszeit auftreten kann und auch darf. Bei einer echten Winterdepression jedoch ist es wichtig, diese zu erkennen und dann auch behandeln zu lassen. Denn ansonsten kann sich diese auf Dauer negativ auf Körper und Seele auswirken.

Factbox

  • man spricht erst dann von einer Winterdepression, wenn die Symptome länger auftreten
  • Symptome können u.a. Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit, Unruhe und Ängste, verändertes Essverhalten, Schmerzen und Müdigkeit sein
  • ein Hausarzt, ein Facharzt oder auch ein Therapeut können eine Winterdepression erkennen
  • körperliche Untersuchungen sind wichtig, auch um sonstige Erkrankungen auszuschließen
  • die Winterdepression sollte in jedem Fall behandelt werden, um Folgeerkrankungen auszuschließen und das Leben zu erleichtern

Die Symptome einer Winterdepression

Zunächst einmal ist es wichtig, die typischen Symptome einer echten Winterdepression zu erkennen und auch richtig zu deuten. Treten nachfolgende Symptome auf Dauer auf, so kann es sich durchaus um eine Winterdepression handeln:

  • immer widerkehrendes Grübeln, Hoffnungslosigkeit
  • Antriebslosigkeit, keine Lust etwas zu unternehmen
  • keine Freude am Leben und an schönen Dingen
  • ständige Müdigkeit, Bedürfnis nach viel Schlaf
  • schlechte Laune, wechselnde Launen
  • innere Unruhe und Anspannung
  • Ängste
  • Heißhungerattaken

 

Neben den emotionalen Beschwerden können dann auch noch körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme, Herzrasen oder auch eine Veränderung der Essgewohnheiten auftreten.

Ärztliche und therapeutische Hilfe zur Besserung der Beschwerden

Wichtig ist es, wenn diese Symptome auf Dauer auftreten, die richtige Diagnose zu stellen und entsprechend zu behandeln. Ein Gespräch mit dem Hausarzt sowie eine ausführliche Untersuchung können Klarheit bringen. Bevor der Arzt jedoch eine Winterdepression diagnostizieren kann, muss er zunächst weitere mögliche Erkrankungen ausschließen können, die gleiche oder ähnliche Symptome hervorrufen können. Die können u.a. sein:

  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Schilddrüsenerkrankungen, z.B. eine Unterfunktion
  • Vitaminmangel, z.B. Vitamin B
  • hormonelle Störungen

 

Sind sonstige Erkrankungen ausgeschlossen, kann der Arzt dann meist eine eindeutige Diagnose stellen. Eine Winterdepression zu erkennen ist nicht immer ganz leicht. Blutuntersuchungen, ein ausführliches Gespräch und weitere Untersuchungen können dem Arzt dabei helfen. Dennoch sollte auch immer eine körperliche Untersuchung erfolgen. Liegt eine Winterdepression vor, so kann hier ein Facharzt oder ein Therapeut dabei helfen, diese in den Griff zu bekommen und zu überwinden. Eine Therapie, spezielle Verhaltensmuster und auch Medikamente können hier der Schlüssel zum Erfolg sein.

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