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Die Anzeichen und Symptome einer Gräser-Allergie

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Wenn die schönste Zeit des Jahres zur Qual wird
Etwa jeder Dritte in Deutschland leidet unter Pollenallergie, häufigster Auslöser sind Gräserpollen.

Die Gräser Allergie...

  • wird in Europa durch 5 Gräser ausgelöst.
  • bricht meistens in der Kindheit aus.
  • beginnt einmalig mit roten und juckenden Stellen am Körper.
  • wird nicht vererbt, die Neigung zu Allergien schon.

Symptome erkennen

Die als Heuschnupfen bekannte Gräser-Allergie ähnelt mit ihren Symptomen einer Erkältung. Typische Anzeichen sind Niesanfälle, eine laufende Nase sowie juckende und tränende Augen. Oft gesellen sich Husten und ein gereizter Rachenraum hinzu, alles gepaart mit Müdigkeitserscheinungen. Eine Gräser-Allergie jedoch kommt und geht mit dem Pollenflug der Gräser und quält die Betroffenen oft monatelang von Frühjahr bis Spätsommer.

Auch wenn Dein Körper diese Anzeichen aufweist, bringt immer erst der Arztbesuch (Hautarzt, HNO-Arzt) Gewissheit. Mithilfe des Prick-Tests überprüft er auf Deinem Unterarm die Reaktion auf mögliche Allergene. So können auch weitere, noch unbemerkte Allergien aufgedeckt und gegebenenfalls mitbehandelt werden. Hier gilt: Je schneller, desto besser, denn unbehandelt kann die Allergie chronische Beschwerden, Kreuzallergien oder schlimmstenfalls Asthma auslösen.

Medizin nutzen

Die schlechte Nachricht zuerst: Eine Gräser-Allergie wird niemals vollständig verschwinden. Dennoch gibt es Möglichkeiten, ihre Symptome zu lindern oder nahezu vollständig einzudämmen.

Wichtig ist, dass Du die Beschwerden nicht stoisch erträgst. Abhilfe schaffen Antiallergika aus der Apotheke: in Tablettenform für eine allgemeine und regelmäßige Linderung, als Nasenspray und Augentropfen für die gezielte Beruhigung der Schleimhäute. Diese Mittel sorgen für ein schnelles, aber relativ kurzes Abklingen der Symptome und sollten in akuten Phasen griffbereit sein.

Viele Ärzte raten zur Hyposensibilisierung durch Tabletten oder Spritzen. Bei dieser von den Krankenkassen übernommenen Therapie wird dem Patienten über einen langen Zeitraum das Allergen kontrolliert verabreicht, um eine langfristige Senkung der Reaktion zu erreichen. Die Regelmäßigkeit ist dabei ein entscheidender Faktor, eine 100-prozentige Erfolgsgarantie gibt es aber nicht.

Alltag meistern

Die wichtigste Regel für einen bewussten Umgang mit Heuschnupfen ist, den direkten Pollenkontakt einzuschränken, da dieser die Symptome verschlimmert. Sinnvoll sind geschlossene Fenster oder Pollengitter, keine Straßenkleidung im Schlafzimmer und der Blick auf den Pollenflugkalender, z.B. auf Pollenflug.de. Hier werden der Jahresüberblick und die täglich wechselnde Luftbelastung durch Gräserpollen angezeigt, womit Du Ausflüge ins Freie besser planen kannst, ohne ganz darauf verzichten zu müssen. In den schlimmsten Phasen sind diese tabu, dafür aber ein Aufenthalt am Meer empfehlenswert.

Informationen speziell zur Gräser-Allergie:
Rategeber Gräserallergie

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