Foto: Shutterstock.com

Die Behandlung eines Lestenbruchs

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:03
Vom Leistenbruch sind in 90% aller Fälle Männer betroffen.
Ob Husten oder schweres Tragen; selbst der Gang auf die Toilette kann einen Bruch verursachen. Das liegt nicht an persönlicher Schwäche, sondern daran, dass die Leistengegend beim Mann schon von Natur aus einen Schwachpunkt darstellt. Die Bauchdecke wird in der Leistengegend nur von einer Sehnenplatte gehalten.

Diese ist beim Mann im Gegensatz zur Sehnenplatte bei der Frau durch die Samenstränge und die Blutgefäße zu den Hoden unterbrochen und dementsprechend instabiler. Wenn die Sehne nun ausleiern, kann ein Druck auf die Bauchdecke zur deren Riss führen – dem Leistenbruch.

Bitte beachten

  • Ein Leistenbruch ist nur durch eine Operation zu behandeln. Früher gab es sogenannte Bruchbänder um das defekte Gewebe zu entlasten. 
  • Heute weiß man, dass diese Bruchbänder eher schaden als helfen, da der Bruch nicht verheilt sondern nur am weiteren Aufreißen gehindert wird.

Die Leistenbruch-Operation

  1. Die Leistenbruchoperation gehört zu den sehr häufig durchgeführten Eingriffen. 
  2. Da es aber immer wieder passiert, dass ein Bruch erneut aufbricht, wird seit einiger Zeit ein Kunststoffnetz im Bauchraum implantiert, das das geschwächte Gewebe stützen soll. 
  3. Der Eingriff erfolgt in der Regel minimal-invasiv, das heißt es bleibt keine große OP-Narbe zurück. 
  4. Nach erfolgter Operation ist eine mehrwöchige Schonung angesagt, bis das Netz im Körper verwachsen ist und der eigentliche Bruch verheilt ist.

Kommentare