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Die besten Tipps bei Verstopfung: Milchzucker und mehr

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Verstopfung kann viele Gründe haben und ist weit verbreitet.
Es gibt zudem eine hohe Dunkelziffer: vielen Betroffenen ist es unangenehm, Hilfe aufzusuchen und dem Arzt von ihrem Leiden zu berichten. 

Tipps bei Verstopfung im Überblick

  • Es gibt wesentlich mehr Frauen als Männer, die unter Völlegefühl und Verstopfung leiden.
  • In den meisten Fällen ist der Grund der Verstopfung harmlos. Schon einzelne Änderungen der Lebensgewohnheiten schaffen Abhilfe. 
  • Ballaststoffe regen die Darmperistaltik an. Vollkornprodukte, Nüsse und rohes Gemüse sollten täglich auf dem Speiseplan stehen.
  • Ein Glas Sauerkrautsaft hat bei vielen durchschlagenden Erfolg.
  • Milchzucker gegen Verstopfung sollte nicht bei einer Unverträglichkeit eingenommen werden.
  • Stress und innere Anspannung sind oft der Grund für die Verstopfung. Gönn dir auch im Alltag die notwendigen Pausen. Dann ist auch der Darm entspannt.

Ursachen einer Verstopfung 

Meist ist eine Verstopfung Folge unserer modernen, ballaststoffarmen und energiereichen Nahrung. Neben Fehlernährung sind auch eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr, psychische Anspannung, sowie Bewegungsarmut häufige Gründe für Darmträgheit. Auch Krankheiten (zum Beispiel Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenunterfunktion) oder die Einnahme bestimmter Medikamente wie Opiate können der Verstopfung zu Grunde liegen. Eventuell sind Verwachsungen oder Tumore im Darm ursächlich. Zahlreiche Menschen bekommen, unter anderem durch ungewohnte Kost oder Hitze, immer dann Verstopfung, wenn sie auf Reisen sind. 

Milchzucker gegen Verstopfung und andere Hausmittel

Im Netz wimmelt es nur so von Tipps um bei Verstopfung Abhilfe zu schaffen. Generell gilt, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Das bringt den Darm in Schwung und verflüssigt den Stuhl. Um die Verstopfung zu bekämpfen sollten es täglich mindestens 2 Liter sein. Am besten eignen sich dafür Wasser, naturtrüber Apfelsaft und ungesüßte Kräutertees. Viele schwören darauf, abends einen Esslöffel Milchzucker in einem Glas lauwarmen Wasser aufzulösen und zu trinken. Auch Trockenfrüchte können wahre Wunder bewirken. Um den Ballaststoffanteil im Essen zu steigern, können spezielle Quellmittel (zum Beispiel Leinsamen oder Flohsamenschalen) dem Essen beigemengt werden.

Verstopfung bekämpfen mit Abführmitteln

Wichtig: die Häufigkeit des Stuhlgangs schwankt von Mensch zu Mensch erheblich. Normal sind Häufigkeiten zwischen drei Mal am Tag bis hin zu 3 Mal pro Woche. Erst wenn die Darmentleerung weniger als drei Mal pro Woche durchschnittlich stattfindet und dies nur durch starkes Pressen ermöglicht wird, spricht man von einer Verstopfung. Viele Menschen verspüren schon bei einem Tag ohne Stuhlgang ein unangenehmes Völlegefühl, welches sie mit Abführmitteln bekämpfen. Vorsicht: die regelmäßige Einnahme von Abführmitteln ist kontraproduktiv und kann sogar gefährlich werden. Der Darm wird dauerhaft träge und ein Kaliummangel kann sich einstellen. Dadurch entsteht unter anderem eine erneute Verstopfung oder sogar eine Lähmung der Darmmuskulatur.

 

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