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Die Beulenpest - Der Retter heißt Antibiotika

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Die Beulenpest ist eine antibakterielle ansteckende Krankheit, die durch Rattenflöhe übertragen wird

Erstmalig trat die Pest im Mittelalter auf.  Damals trug sie den Namen der "schwarze Tod".  Die erste Seuchenwelle war von 1347 bis 1352, dabei verloren 25 Millionen Menschen ihr Leben. In der heutigen Zeit bekämpft man diese hochansteckende Krankheit mit Antibiotika, die Heilungschancen sind bei Früherkennung und guter Therapie sehr gut. Leider gibt es keine vollkommene Immunität gegen die Krankheit.

  • Jeder kann die Beulenpest bekommen, übertragen wird sie durch die Rattenflöhe, oder durch den direkten Kontakt mit den infizierten Tieren.
  • Oft wird die Krankheit im Herbst übertragen, weil das die Fortpflanzungszeit der Ratten ist. Im Winter fallen diese Tiere in eine Kältestarre, das verringert die Infektionsrate. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 2 und 6 Tagen, dann zeigen sich die ersten Symptome. An der Bissstelle sieht man ein Bläschen oder eine Pustelbildung.
  • Jetzt streut der Erreger in die Lymphbahn, dort entstehen die typischen Pestbeulen, die sehr druckempfindlich und schmerzhaft sind.Dann sieht man die  Schwellung  der befallenen Lymphknoten. Diese können bis zu 10 Zentimeter Durchmesser erreichen.. Meistens befinden sich diese Lymphknoten am Hals, in den Achselhöhlen oder in den Leisten. Jetzt bekommen die Patienten Fieber, Schüttelfrost und Kopf-und Gliederschmerzen.
  • Dann kommen Benommenheit und Angstzustände dazu, im weiteren Stadium kommt es zu Bewußtseinsstörungen. Bei 25% bis 50% bilden sich offene Wunden, oder die Pestbeulen platzen innwendig auf. Der Zustand der Patienten verschlechtert sich immer mehr und es tritt eine Sepsis ein, die alle Organe befallen kann und meistens mit dem Tod endet.

Maßnahmen gegen die Pest

  • Antibiotika steht bei der Beulenpest an erster Stelle. Die Therapie ist eine Kombination mit Sulfonamiden, Chinolone, Cotrimoxazol, Streptomycin und Chloramphenicol. Manches Mal wird aus der Beulenpest eine hochinfektiöse Lungenpest.
  • Zwischen 50% und 60% sterben an dieser schweren Krankeit. Wird die Beulenpest frühzeitig erkannt und entsprechend therapiert, hat sie gute Heilungschancen, sie kann aber jederzeit wieder ausbrechen.
  • Wie kann der Mensch vorbeugen, was sollte er tun. Sauberkeit ist sehr wichtig. Kontakt mit Ratten gut überlegen. Herkunftsort der Ratten ausfindig machen. Bei einem Rattenbiss sofort überprüfen, ob die Ratten infiziert ist. Bei einer Beulen oder Pustelbildung besser schnell den Arzt aufsuchen, oder in die Klinik gehen.
  • Nur bei einer frühzeitigen Erkennung der Krankheit, einer Antibiotikagabe verbunden mit einer Therapiebehandlung ist die Chance da, diese schwere Krankheit zu überleben.
  • Eine vollkommene Immunität gegen die Beulenpest gibt es bis jetzt noch immer nicht, die Krankheit kann jederzeit wieder ausbrechen.

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