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Die häufigsten Ursachen für Adipositas bei Kindern

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht im Falle von Adipositas bei Kindern von einer "globalen Epidemie im 21.Jahrhundert".

Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht im Falle von Adipositas bei Kindern von einer "globalen Epidemie im 21.Jahrhundert". Erschreckend ist, dass etwa sieben Prozent der heranwachsenden Kinder als enorm fettleibig, adipös, bezeichnet werden können. Bereits jedes fünfte Kind ist übergewichtig.

Faktoren für Adipositas bei Kindern

  • Bewegungsmangel
  • Erbanlagen und Erkrankungen der Schilddrüse
  • Werbung
  • Soziale Schicht
  • Vorbildwirkung der Eltern
  • psychische Faktoren

Ursachen

  • Adipositas bei Kindern hat viele Ursachen: Wenn die Energiezufuhr den Energieverbrauch übersteigt, entsteht Übergewicht. Das ist eine einfache Formel, deren Überprüfung mittels des BMI erfolgt.
  • Doch in der Praxis ist es nicht so leicht, es treffen komplexe Ursachen aufeinander, sodass es nicht zuletzt ein Zusammenspiel von psychischem Befinden, Ernährung und dem Ausmaß an körperlicher Aktivität ist. 

 

Folgen und Gefahren

  • Chronischer Bewegungsmangel führt zu einem kontinuierlichen Anstieg des Körpergewichts. Studien ergaben, dass viele übergewichtige Kinder teilweise mehr als zwei Stunden täglich vor dem Fernseher verbringen. Da droht auch schon die nächste Gefahr: Werbung.
  • Kinder, die viel fernsehen, essen durchschnittlich mehr Fleisch und Wurst als die empfohlene Tagesdosis für Kinder. Dabei wollen Kinder sich bewegen, da durch körperliche Ertüchtigung Glückshormone ausgeschüttet werden, die dazu führen, dass das Kind weitermachen möchte. Oft scheitert es in diesem Punkt an den Eltern und frühen Betreuungssystemen, die das Kind zum still Sitzen bringen oder zu faul sind, die Kinder austoben zu lassen.
  • Nicht nur äußerliche Bedingungen können das Gewicht beeinflussen, auch Erbanlagen spielen eine zentrale Rolle, wenn man sich mit Adipositas bei Kindern auseinandersetzt. Und auch Krankheiten, wie zum Beispiel Erkrankungen an der Schilddrüse. Daher ist eine fachärztliche Abklärung unbedingt nötig, wenn das Kind sich ausreichend bewegt, gesund und ausgewogen ernährt und dennoch übergewichtig ist. Jedoch ist dieser Faktor ein sehr geringer im Vergleich zu der großen Anzahl an übergewichtigen Kinder.

 

Oft unterschätzte psychische Faktoren

  • Vielfach unterschätzt und belächelt werden psychische Faktoren: Essen dient in diesem Fall nicht nur der Stress- oder Angstbewältigung, es wird auch aus Langeweile gegessen. Und so gerät das Kind in einen Teufelskreis, dessen Entkommen schwierig ist und letztendlich ernste gesundheitliche Folgen haben kann.
  • Studien haben auch gezeigt, dass Kinder aus sozial schwachen Familien eher zu Übergewicht neigen als Kinder aus gebildeten Familien.
  • Die Vorbildwirkung der Eltern spielt bei Adipositas eine zentrale Rolle und so sollte gesunde Ernährung als Familie gelebt werden und nicht den Kinder gezeigt, aber selbst greift man zu Fast Food. So wird den Kindern ein falsches Bild von Ernährung vermittelt.

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