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Letztes Update am 09.02.2016, 11:17
Bauch-, Rücken-, oder Seitenschläfer: Welchen Einfluss die Schlafposition auf uns hat.

Verspannungen im Nacken, Rückenschmerzen, Sodbrennen, Schnarchen. Die Schlafposition hat großen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden. Und auf den Erholungsfaktor unserer Nachtruhe und Reise ins Traumland.

Rückenschläfer haben’s gut

Als beste Schlafposition und besonders gelenkschonend gilt die Rückenlage. Dabei verteilt sich unser Gewicht gleichmäßig auf der Matratze. Kein Körperteil wird überbelastet. Auch Beschwerden wie Sodbrennen können verringert werden. Wer etwas für seine Schönheit tun möchte, sollte ebenfalls am Rücken schlafen. Es ist die einzige Position, bei der das Gesicht nicht in einen Polster gedrückt wird. Das verhindert, dass Schlaf-Falten entstehen. Trotzdem ist die Rückenlage nicht für alle ideal. Neigen Menschen beispielsweise zum Schnarchen, werden diese Geräusche durch das Schlafen am Rücken verstärkt. Das Kiefer entspannt sich in dieser Lage, die Zunge senkt sich ebenfalls. Dadurch verengt sich die Kehle und schon beginnt man zu „sägen“. Da ist es besser, sich auf die Seite zu drehen. Möglichst stabil, am besten mit leicht angezogenen Beinen, entlastet diese Position die Wirbelsäule fast so gut wie die Rückenlage. Allerdings gibt es für von Sodbrennen Geplagte eine richtige und eine falsche Seite. Rechts sollte tunlichst vermieden werden. Beim Ruhen auf der linken Seite werden innere Organe wie Leber, Lunge und Magen zusammengepresst. Das minimiert den Rückfluss von Magensäure und verringert unangenehmes Sodbrennen. Allerdings kann sich in der Seitenlage die Schwerkraft besonders an Kinn und Busen bemerkbar machen.

Bauchschlafen ist weniger gut

Schlafen wie ein Baby. Auf den ersten Blick wirkt die Fötusposition entspannend und perfekt für die Nachtruhe. Für Rücken, Nacken und Atmung ist sie aber weniger geeignet. Durch das Zusammendrücken des Brustkorbs bekommen wir weniger Luft. Das Kreuz wird zudem beim Zusammenrollen stark gebogen, was zu Verspannungen im Nacken führen kann. Das löst mitunter Kopfschmerzen aus. Die schlechteste Lage ist das Schlafen am Bauch mit dem Gesicht in das Kissen gedrückt. Nacken und Wirbelsäule werden dabei stark belastet. Sie befinden sich nicht in einer Linie. Um Luft zu bekommen, dreht man den Kopf zur Seite und bringt den Nacken in eine unnatürliche Position. Nerven können eingeklemmt werden und sich als unangenehmes Taubheitsgefühl in den Fingern bemerkbar machen. Bauchschläfer werden mitunter auch zu Zähneknirschern. In dieser Position wird der Druck auf die Kauwerkzeuge verstärkt, das Unterkiefer weiter vorgeschoben als normal.


Für die Nachtruhe und den Körper sind jene Positionen am besten, die den Körper unterstützen. Dabei hilft auch ein funktionierendes System aus Lattenrost und Matratze. Besonders wenn Rücken- und Nackenprobleme auftreten, ist, laut Orthopäden Bernd Kladny, besonders wichtig, dass die Wirbelsäule nicht durchhängt. Eine alte, durchgelegene Matratze bringt diese Unterstützung nicht. Ideal ist es, wenn sich die Schlafunterlage den Bedürfnissen des Körpers anpasst.
Die ideale Schlafposition, die für jeden passend ist, gibt es nicht. Da ihr Einfluss auf unser Wohlbefinden so groß ist, kann eine Änderung aber durchaus sinnvoll sein.
(cg)

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