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Die Ohrenreinigung: So macht man's richtig

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Ohrenschmalz ist ästhetisch fragwürdig - es ist gelb, klebrig und sieht irgendwie eklig aus.
Dabei ist die gelbliche Masse wichtiger als die meisten denken! Sie befeuchtet den Gehörgang und schützt zudem vor Infektionen. Außerdem befördert es Schmutz, abgestorbene Hautzellen und Staub aus dem Inneren in Richtung Ohrenausgang. Trotzdem wollen viele Menschen ihr Ohrenschmalz entfernen. Das ist gesundheitlich nur dann sinnvoll, wenn das Ohrenschmalz einen Pfropf bildet und unangenehm im Ohr drückt oder sogar das Hörvermögen beeinflusst.

Spitze Gegenstände gehören nicht in den Gehörgang

Zur Ohrenreinigung sollten Sie keinesfalls spitze Gegenstände wie Stifte oder Heftklammern verwenden. Diese können den Gehörgang und das Trommelfell nachhaltig verletzen. Außerdem könnten sie das Ohrenschmalz weiter in das Ohreninnere verschieben und Ihre Probleme somit nur noch verschlimmern.
Auch handelsübliche Wattestäbchen sind zur Ohrenreinigung nicht optimal, denn auch die Watteenden der Stäbchen könnten eine Verschiebung des Ohrenschmalzes nach sich ziehen.

Ohrenkerzen können zu Verletzungen führen

Eine beliebte Methode zur Ohrenreinigung sind Ohrenkerzen, die angezündet im Ohr für einen Unterdruck sorgen. Problematisch wird diese Methode, wenn Wachs ins Ohreninnere eindringt. Dann droht die Gefahr einer Trommelfellverletzung

Wie reinigt man Ohren denn nun am besten?

Nun stellt sich die Frage, wie man eine Ohrenreinigung durchführt ohne sich selbst Schaden zuzufügen.
Am besten ist es, wenn Sie das Ohrenschmalz sich selbst überlassen. Der Körper reguliert das Schmalz im Ohr recht gut. Sanft lässt sich sichtbares Schmalz entfernen indem Sie es mit einem feuchten Tuch etwas abtupfen oder nach dem Duschen mit einem Wattebausch entfernen.
Sollte Sie das Ohrenschmalz gesundheitlich beeinträchtigen, hilft am besten der Gang zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Dieser kann eine professionelle Ohrenreinigung bei Ihnen durchführen.

 

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