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Ebola diagnostizieren? - Das sind die Anzeichen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:01
Der Ebolavirus wurde 1976 erstmalig in einem Fluss (Ebola) in Yambuku, Zaire (heute Kongo) identifiz

Der Ebolavirus wurde 1976 erstmalig in einem Fluss (Ebola) in Yambuku, Zaire (heute Kongo) identifiziert. Seitdem sind ca. 15 Epidemien in Afrika bekannt geworden mit mehr als 1300 Toten. Nachdem aktuell 14 Menschen in Uganda an dem Virus verursachten Fieber gestorben sind bei 20 Infizierten, soll der Artikel Auskunft darüber geben, wie der Ebolavirus diagnostiziert werden kann und welche Symptome auftreten.

  1. Der Virus stammt aus den Regenwäldern Zentralafrikas und Südostasiens.
  2. Eine Infektion mit dem Virus endet in fast allen Fällen tödlich. Die genaue Herkunftsquelle ist weiterhin unbekannt.
  3. Ebola verursacht folgende Symptome:
  4. das sogenannte hämorrhagische Fieber (Blut brechendes Fieber), bei dem der Organismus mit sehr hohem Fieber reagiert, nicht selten Temperaturen von über 39 Grad Celsius, innere Blutungen bis zum Bluterbrechen, Kreislaufzusammenbrüchen und Schockzuständen, starke Krämpfe mit Ausfall der Hirnleistung bis zum Tod.
  5. Eine wirksame Behandlung ist bislang nicht bekannt. Da die Krankheit stark infektiös ist, besteht eine Meldepflicht an die WHO. Einige Virusarten sprechen auf das Virostatikum Ribavirin an.
  6. Die Diagnostik einer Ebolavirusinfektion schließt eine Laboruntersuchung, sowohl vom Blut, Urin, Speichel und dem Gewebe ein.
  7. Mit speziellen Laboruntersuchungen ist es möglich, zum einen den Erreger in Blut und Gewebe nachzuweisen, zum anderen die vom Körper gebildeten Antikörper zu identifizieren.
  8. Der Nachweis von Antikörpern gelingt dabei oft erst zu einem späteren Zeitpunkt der Erkrankung.
  9. Für die Diagnostik sind spezielle Labors zuständig, die der Sicherheitsstufe BL 4 ( Biosafety-level 4 ) entsprechen. Das einzige BL 4 Labor in Deutschland befindet sich in der Virologie des Bernhard- Nocht Institutes für Tropenmedizin in Hamburg.
  10. Mitarbeiter betreten das Labor in Überdruckanzügen, sie passieren Unterdruckschleusen, die verhindern, dass Luft aus dem Labor nach außen gelangt und nach Verlassen des Labors wird eine Dusche aktiviert, die den säurefesten Anzug für 100 Sekunden mit Peressigsäure berieselt.
  11. Selbst der gefährlich Ebolavirus überlebt diese Prozedur nicht. Versuche einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln, sind wegen der hohen Infektionsgefahr bis jetzt fehlgeschlagen.
  12. Bis heute ist auch nicht bekannt , wo das Virus zwischen dem Ausbruch der Epidemien überlebt.
  13. Zur Zeit befinden sich Mitglieder der WHO vor Ort, um die Gesundheitsbehörden von Uganda zu unterstützen.

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